Fußball

Köln: Ärger um Podolski

Für Lukas Podolski selbst ist das Ganze an Harmlosigkeit vermutlich nicht zu unterbieten. Doch sein heimlicher Kurztrip nach Barcelona versetzt derzeit den 1. FC Köln in Aufregung: direkt nach dem Spiel gegen die Bayern war Poldi zum Wochenendvergnügen gen Süden gejettet. `Es ist sehr unglücklich, dass Lukas in der jetzigen Situation einfach auf Reisen geht. Darüber werden wir intern mit dem Spieler reden. Mehr möchte ich zur Person Lukas Podolski im Moment nicht sagen´, meinte FC-Manager Andreas Rettig im DSF. Der Stürmerstar der Rheinländer war einen Tag nach der 1: 2-Niederlage des Aufsteigers gegen den deutschen Meister Bayern München am vergangenen Samstag in die katalanische Metropole gereist, wo er sich am Sonntag das Match zwischen dem FC Barcelona und Real Sociedad San Sebastian (5:0) angeschaut hatte. Am trainingsfreien Montag hatte der von Bayern München umworbene Stürmer vor seinem Rückflug noch einen Stadtbummel unternommen. Die Bild-Zeitung spekulierte deshalb schon, dass der 20-Jährige nun auch mit `Barca´ in Verhandlungen einsteigen würde. Podolski hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass der FC Barcelona sein absoluter Lieblingsverein sei. Podolski hatte seinen Arbeitgeber erst nach seiner Rückkehr über die Kurzreise informiert, was auch bei Trainer Uwe Rapolder auf Unverständnis stieß: `Ich bin auch von dieser Geschichte überrascht worden. Ich wusste nichts von dieser Reise und werde mit dem Spieler darüber sprechen.´ Der FC-Coach war in den vergangenen Wochen bereits einige Male mit seinem Star, der noch bis 2007 beim 1. FC Köln unter Vertrag steht, aneinandergeraten. Podolskis Berater Kon Schramm hält die Vorwürfe des Klubs für überzogen: `Dieser Besuch war ein privater Termin. Auch andere Spieler sprechen private Termine nicht mit dem Verein ab. Die Reise nach Barcelona ist keineswegs als Provokation eines Wechsels zu verstehen.´