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Kaiserslautern: Ex-Bosse verurteilt

Noch mal Glück gehabt, müssen die Herren Jürgen Friedrich, Robert Wieschemann und Gerhard Herzog nun denken. Denn: Der Richter ließ Milde walten und verurteilte sie zu Geld- bzw. Bewährungsstrafen. Die Staatsanwaltschaft hatte wesentlich härtere Strafen gefordert. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich erhält eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und muss 43.000 Euro zahlen. Der frühere Aufsichtsrats-Chef Robert Wieschemann wurde zu einer Geldbuße in Höhe von 130.000 Euro verurteilt. Das ehemalige Vorstandsmitglied Gerhard Herzog muss 39.000 Euro zahlen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Friedrich in seiner Amtszeit Lohnsteuer in sechs Fällen hinterzogen hat. Wieschemann wurde wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in zwei Fällen verurteilt. Herzog hat laut Gericht in einem Fall Lohnsteuer hinterzogen. Friedrich-Anwalt Ernst Misamer kündigte bereits an, Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) zu beantragen. Auch die Verteidiger von Herzog und Wieschemann, die wie Misamer auf Freispruch plädiert hatten, behalten sich diesen Schritt vor. Der Staatsanwalt hatte drei Jahre und neun Monate für Friedrich, zwei Jahre und neun Monate für Wieschemann (jeweils ohne Bewährung) sowie zwei Jahre Bewährung und eine Geldbuße in Höhe von 24.000 Euro für Herzog gefordert.