Fußball

Nowotny: Nie mehr Leverkusen

Bayer Leverkusen und Jens Nowotny gehen von nun an definitiv getrennte Wege. Der Fußball-Bundesligist hat damit Konsequenzen aus der Auseinandersetzung mit Nowotny gezogen. Der Nationalspieler war mit Klage auf Lohnfortzahlung vor Gericht gegangen. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser: „Durch die von Nowotny gegen Bayer 04 Leverkusen eingeleiteten Klagen ist kein Vertrauensverhältnis mehr zwischen den Parteien vorhanden“. Jens Nowotny war laut Holzhäuser entgegen seiner schriftlichen Aussage, die Klage auf Lohnfortzahlung und alle weiteren Forderungen zurückzunehmen, vor Gericht gegangen.  
Auch Sportdirektor und Interims-Coach Rudi Völler sieht keine Zukunft für den Ex-Nationalspieler: „Das Ganze ist sehr bedauerlich und schade. Dass es so weit kommen musste, ist für alle Beteiligten sehr unangenehm. Aber es war einfach ein Punkt erreicht, wo es nicht mehr anders geht“. Und weiter: „Sicher kann es der Bayer AG nicht gefallen, wenn ein Spieler den Verein gleich zweimal verklagt. Ich habe oft versucht, zu vermitteln, aber es ist immer wieder gescheitert. Es ist in den letzten Monaten einfach zu viel Porzellan zerschlagen worden. Und offenbar war kein vernünftiges Zusammenkommen möglich.“
Nowotny könne weiterhin am Trainingsbetrieb teilnehmen und erhält auch jegliche medizinische Betreuung, auch sein Gehalt wird bis zum Vertragsende im Jun 2008 weiter gezahlt.