Für welche Spieler der Confed Cup zur Chance unter Löw wird



Sandroad to Russia

Der DFB nimmt den Confed Cup sportlich nicht wirklich ernst. In Russland spielt die Mannschaft in B-Besetzung. Wenn überhaupt. Trotzdem könnte das Turnier für einige Spieler zur großen WM-Chance werden.

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Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft 2006, im Sommer 2005 also, spielte die deutsche Nationalmannschaft zuletzt bei einem Confed Cup mit. Was in Ordnung ging, schließlich fand das Turnier damals in Deutschland statt. Für Fans, Organisatoren und auch die Mannschaft selber ein praktischer Testlauf. Was können wir schon? Was machen wir richtig mies? Wie wenig sollten wir bei der echten WM von uns erwarten?

Dementsprechend ernst nahmen Jürgen Klinsmann und Joachim Löw das Turnier damals, immerhin 15 Spieler, die die Generalprobe bestritten, durften sich ein Jahr später im Sommermärchen verewigen. Dieses Jahr nimmt Löw, locker wie Menschen nach 13 Jahren im Job eben sind, die Generalprobe weniger ernst. Der Kader, mit dem er den Confed Cup in den nächsten zwei Wochen angeht, dürfte herzlich wenig mit dem bei der WM zu tun haben. Alles also schnurz? Denkste. Denn ein paar der Jungs wittern Morgenluft. Und das zurecht. Wir spekulieren (vogelwild), wer Chancen hat, sich bei Löw festzuspielen. Und wer für nächsten Sommer in aller Ruhe die Kreuzfahrt zu den Osterinseln buchen kann. 


Haben bei Löw ein Brett im Stein: Draxler, Kimmich, Hector, Mustafi

Zwei Weltmeister, dazu zwei Viertel der EM-Viererkette. Draxler, Mustafi, Hector und Kimmich bilden das Gerüst für den Confed Cup und werden auch bei der WM dabei sein. Und vielleicht sogar (teilweise) spielen. Draxler führt die Mannschaft als Interims-Kapitän auf den Platz und kann endgültig beweisen, dass seine eineinhalb schwachen Jahre in Wolfsburg allein an Wolfsburg lagen. Kimmich hat die große Chance, sich als DER deutsche Rechtsverteidiger neben Alexander Gauland zu etablieren. Für Hector geht es lediglich darum, keinen Mist zu bauen. Für Mustafi ist die Aufgabe sogar noch leichter, denn er kann eigentlich spielen wie er will. Zur WM fährt er so oder so. Als Aushilfe.

Von ihnen denken wir, dass Löw sie mag: Leno, Ter Stegen, Brandt, Rüdiger, Goretzka, Werner, Can

Leno und Ter Stegen waren schon bei der EM dabei. So lange keiner der beiden Manuel Neuer auf die Nerven geht, spricht nichts dagegen, dass sie auch bei der WM mit ihm trainieren dürfen. Julian Brandt ist jung und eine ziemliche Granate und vielleicht sogar clever genug, nicht sofort zu den Bayern zu wechseln. Spielt er ein starkes Turnier, dürfte sich Löw in ihn verlieben. Antonio Rüdiger hat sich bei einem Verein wie dem AS Rom durchgesetzt und dürfte bald richtig teuer verkauft werden. Vielleicht gefällt das Löw ja auch. 

Leon Goretzka ist der nächste zentrale Mann, der mit den Hufen scharrt, und wenn sich Ilkay Gündogan kurz vor der WM im nächsten Frühling verletzt, könnte seine Stunde schlagen. Can war schon bei der EM dabei, Löw schätzt dessen Polyvalenz und wir schätzen mal, dass das großartig für den jungen Mann ist. Werner wird Löw nicht übergehen können, wenn er nur ansatzweise so weiter knipst wie bisher. 

 

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