Fünf Gründe, warum Hannover 96 so stark ist

»Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!«

Hannover 96 ist die Überraschungsmannschaft der jungen Saison. Aber wieso eigentlich? Diese fünf Gründe erklären den 96-Traumstart.

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»Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!« Nicht die Fans von Bayern München oder RB Leipzig konnten diesen Gesang am Wochenende anstimmen. Sondern jene von Hannover 96. Mit dem 2:0-Erfolg über den Hamburger SV schob sich der Aufsteiger an die Tabellenspitze, zumindest bis der BVB am Sonntag Köln überrannte. Ein Ausrutscher? Mitnichten. Es gibt gute Gründe, warum 96 so stark in die Saison gestartet ist. 11 Freunde liefert fünf.

1. Die Defensive

Das Offensichtliche zuerst: Hannovers größte Stärke ist die Defensive. 96 hat bislang erst einen Gegentreffer gefangen. Aus dem Spiel heraus sind sie sogar noch unbezwungen (Wolfsburg traf beim 1:1 nach einem Standard).

Trainer Andre Breitenreiter setzt auf Stabilität. Diese Marschroute verfolgte er schon in der zweiten Liga, als er die Hannoveraner zum Aufstieg führte. Wahnwitzige Offensivstrategien oder positionelle Freiheiten gibt es bei Hannover nicht zu bestaunen. Die Spieler halten in allen Spielphasen ihre Positionen, um nach Ballverlusten schnell in eine stabile Ordnung zurückkehren zu können. Das geht bislang auf.

2. Breitenreiter passt sich dem Gegner an

Die defensive Stabilität verstärkt Breitenreiter, indem er sein System stets an den Gegner anpasst. Wenn Schalke mit einem zentralen Drei-Mann-Sturm angreift, stellt Breitenreiter den Königsblauen eine Dreierkette und damit drei Verteidiger entgegen. Wenn der Hamburger SV nur mit zwei Akteuren agiert, stellt er seine Mannschaft mit Viererkette auf. Gerade im Mittelfeld ist Breitenreiter dabei immer bedacht, Zugriff auf den Gegner zu erhalten. 

Er stellt damit auch Hannovers Flexibilität unter Beweis: Egal ob 4-3-3, 4-2-3-1 oder 5-3-2, in allen Varianten stimmen die Abläufe. Hannover gelang es bislang sehr gut, mit dem vor dem Spiel abgesprochenen Plan den Gegner schachmatt zu setzen. Das beweist die Tatsache, dass Hannover in allen vier Spielen bis zur Halbzeit-Pause ein 0:0 halten konnte.