Fünf Gründe für den Schalker Aufschwung

Der Anti-Bosz

Still und heimlich ist der FC Schalke an die Bundesliga-Spitze herangerückt. Wie haben sie das geschafft? Diese fünf Dinge machen S04 so stark.

imago

Bayern München: Erst Krise, dann Über-Jupp. BVB: Erst der Super-Bosz, jetzt die Mega-Krise. Und auf Schalke? Da ist alles ruhig in dieser Saison. Keine Schlagzeilen, keine extremen Formschwankungen, kein Spektakel. 

Heimlich, still und leise haben sie zur Spitze der Liga aufgeschlossen. Mittlerweile sind sie auf Rang vier angekommen, punktgleich mit den Dortmundern und nur zwei Punkte hinter RB Leipzig. Was ist da los auf Schalke? Wie hat Trainer Domenico Tedesco die Mannschaft nach der enttäuschenden Vorsaison verbessert? Fünf Gründe, warum Schalke sich unter dem neuen Trainer positiv entwickelt hat.

1. Defensive Stabilität

Der erste und zugleich wichtigste Grund für Schalkes gute Platzierung ist ihre Defensive. Mit zehn Gegentoren kassierte Schalke die zweitwenigsten Gegentore (nach den Bayern). Schalke lässt nach Dortmund und Bayern die drittwenigsten gegnerischen Schüsse zu. Bei den Expected Goals, einer Metrik, die Chancenqualität misst, liegen sie defensiv sogar vor Dortmund (dafür aber hinter Stuttgart auf Rang 3).

Tedescos System funktioniert gegen den Ball exzellent. Das hohe Pressing, das er zu Beginn der Saison forcierte, ersetzte Schalke zuletzt zugunsten eines stabilen Blocks im Mittelfeld. Schalke dominiert im 5-3-2 das Zentrum und baut ein enges Fünfeck auf, bestehend aus drei Mittelfeldspielern und zwei Stürmern. Gegen Gegner, die mit Dreierkette aufbauen, wird aus dem 5-3-2 schon einmal ein 5-2-3. Damit lassen sich die Passoptionen der gegnerischen Dreierkette gut zustellen.

Es sind vor allem die taktischen Details, die Schalkes Defensive stabilisieren. Die Schalker schieben perfekt über den Platz, halten sauber die Abstände und suchen im richtigen Augenblick den Zugriff. Kein Wunder, dass sie in den vergangenen fünf Partien nur zwei Gegentore gefangen haben.

2. Standards

Daniel Caligiuris Siegtreffer gegen Freiburg war erst das sechste Tor, das Schalke aus dem Spiel heraus erzielt hat. Vier der restlichen acht Tore erzielten sie nach Standards, viermal verwandelten sie einen Elfmeter. Das beweist die hohe Bedeutung von Standards für die Schalker Mannschaft.

Auch in diesem Bereich stechen Schalkes defensive Qualitäten hervor: Erst einen Treffer fingen die Schalker nach ruhenden Bällen. Schalke profitiert von der enormen Kopfballstärke, die sie in der Defensive aufbieten. Ihre Manndeckung bei Standards greift, weil die Schalker fast jedem Gegner einen kopfballstärkeren eigenen Spieler entgegenstellen können.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!