Fünf Dinge, die wir von diesem Spieltag gelernt haben (33)

Sammeln für den Wiederaufstieg

Damit ihr auch am Sonntag mitreden könnt: die fünf Lehren der gestrigen Samstagskonferenz.

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Alles in Ordnung
Die erste Lehre dieses Spieltags gebührt in dieser Woche selbstverständlich dem neuen alten Meister FC Bayern. 85 Punkte aus 33 Spielen. Nur zwei Niederlagen und 16 Gegentore bei 27 Siegen. Und die Torjägerkanone dürfte Robert Lewandowski auch nicht mehr zu nehmen sein. Chapeau!

Trotzdem kam bei der Meisterfeier in Ingolstadt so viel gute Stimmung auf wie sonst nur auf Wahlkampfpartys der CSU. Bezeichnend, dass deren Ministerpräsident Horst Seehofer auch zugegen war, um den Münchnern zum vierten Titel in Folge zu gratulieren. Die Mannschaft hätte die Meisterschale wohl liebend gern für ein weiteres Champions-League-Rückspiel gegen Atletico Madrid eingetauscht.

Dass Manuel Neuer davon sprach, alles sei in Ordnung, denn »in der Kabine stand schon was bereit« und Thomas Müller versicherte, sich auf der Rückfahrt um gute Laune zu »bemühen«, zeigte eigentlich nur: Für die Bayern ist der nationale Meistertitel nahezu wertlos, wenn international kein Titel gelingt.
Ohne eigenes Triple konnte Pep Guardiola den Titel dann gleich seinem Vorgänger Jupp Heynckes widmen. Das war wirklich bezeichnend.

Lebbe geht weida
In zehn Spielen würde man eins gewinnen, hatte Frankfurts Trainer Niko Kovac seiner Mannschaft vor der »letzten Chance« gegen Borussia Dortmund vorgerechnet. All-In, rien-ne-va-plus? – Eher nicht. Mit viel Geduld und harter Disziplin erarbeitete sich die SGE drei Punkte, mit denen eigentlich niemand mehr gerechnet hatte. »Wir wussten, dass wir spielerisch schlechter sind, aber wir wollten über den Kampf kommen«, erklärte Kovac im Nachgang seine Ausrichtung. Dass das funktionieren konnte, lag hauptsächlich an einem frühen Tor durch Stefan Aigner und viel Glück, als ein Kopfballtor von Mats Hummels fälschlicherweise abgepfiffen wurde.

Mit mehr Verteidigungslinien als die nordkoreanische Grenze und einem überragenden Lukas Hradecky im Tor taumelte Frankfurt dann Richtung Abpfiff. Richtung Hoffnung. Denn im letzten Spiel bei Werder Bremen reicht ihnen jetzt plötzlich ein Unentschieden für den direkten Klassenerhalt. Wer hätte das noch vor einem Monat gedacht? So jedenfalls stehen die Zeichen gut, dass es auch nach dem 34. Spieltag in Frankfurt heißt: Bundesligalebbe geht weida.