Fünf Dinge, die wir von diesem Spieltag gelernt haben (25)

Liebe DFL, willst du das zerstören?


Bundesliga wie früher ist einfach wunderbar


Liebe DFL,
immer wieder redest Du davon, dass der Bundesliga-Spielplan entzerrt werden müsse. Dann legst du eine Begegnung auf den Sonntagabend um 19.30 Uhr – angeblich, weil die Europa-Cup-Teilnehmer sonst keine Chance auf Regeneration besäßen und nicht, weil Du noch etwas Kohle abgreifen willst. Dann schauen wir uns grauenhafte Null-zu-Nulls an und setzen uns ernsthaft mit der Idee von Montagsspielen auseinander.

Und dann kommst Du daher und schenkst uns einen Mittwochabend (sieben Spiele) und einen Samstagnachmittag (sechs Spiele) voller Fußball und Spektakel (»Toor in Gladbach, nein Toor in Stuttgart. Elfmeter in Augsburg!«), dass selbst die Sky-Regie nicht mehr wusste, wohin sie zuerst schalten sollte. Wir fühlen uns wie früher. Lauwarme Badewanne, neunzig Minuten Radiokonferenz und Muttis heiße Schokolade. Herrlich!

Bitte, liebe DFL, schau Dir noch einmal diese Samstagskonferenz an und überlege noch einmal ernsthaft: Willst du das zerstören?
Wir warten auf deine Antwort am 33. oder 34. Spieltag und verbleiben so lange in der Badewanne.

Deine 11FREUNDE 


Fanplakate sollte man vor dem Entrollen noch einmal lesen
Dass nicht jeder VfL-Fan ein Kandidat für den Albert-Einstein-Award ist, war uns zugegebenermaßen schon vor dem Leuchtspurmunitionsvorfall am vergangenen Wochenende in Hannover klar. Nachdem dieses Derby nun gespielt war, wollte die Wolfsburger Fanszene es scheinbar gleich noch mit dem Rivalen aus Braunschweig aufnehmen. Zumindest, wenn wir die »Blau-Gelben Schweine« richtig einordnen dürften – Meinung liegt selbstverständlich beim Verfasser des Plakats.

Was dann jedoch folgt, lässt uns verwirrt und betroffen zurück. Schließlich, liebe Braunschweiger, »seht es ein. Wir werden auf ewig hinter uns bleiben«. Kurz schütteln. Nochmal lesen. Nochmal durchatmen und vielleicht nochmal lesen. Ein satzgewordener in seinen eigenen Schwanz beißender Hund. Immer hinter sich herjagend, immer hinter sich bleibend. Zutiefst philosophisch. Ciceros »Ich weiß, dass ich nichts weiß«, die Kenntnis des eigenen Unwissens als einziges, gesichertes Wissen, erstmals in deutschen Fanblöcken. Großartig. Und in diesem Fall wahrscheinlich auch amateurhaft dämlich. Aber was will man machen, wenn es in einer englischen Woche schnell gehen muss und der zweite Mann, der den Satzanfang malen sollte, 25 Meter weit weg steht. Also Mut zur Sinnlosigkeit beweisen. Das wiederrum ist auch großartig. Danke, wir haben herzlich gelacht.


(Foto: Henning Gerecke)


Es schmerzt so sehr

Unser Tweet des Tages kommt in dieser Woche von @Robioneck mit einer Gif-Datei, die die traurige Saison von Hannover 96 perfekt zusammenfasst. Eine neue, waghalsige Idee (Thomas Schaaf wird verpflichtet). Manch einer macht sich Sorgen (beim Anblick des Kaders). Ein kleiner Aufwärtstrend ist kurz erkennbar (Sieg beim VfB Stuttgart) und dann geht es krachend gegen die nächste Wand. Hannover zuzusehen, das tut nur noch weh. Aber noch müssen wir dieses Video Woche für Woche abspielen.

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Jeden Samstag ab 15 Uhr berichten wir in unseren BuLi-Konferenz von allem Wichtigen und Unwichtigen rund um den Spieltag. Live-Statistiken, die besten Tweets und ein bisschen Fachsimpelei auf unserer Stehtribüne. Schau’ mal vorbei, nächsten Samstag unter konferenz.11freunde.de