Fünf Dinge, die wir von diesem Spieltag gelernt haben (2)

Das Grinsen der Joker

Damit ihr auch am Sonntag mitreden könnt: die fünf Lehren der gestrigen Samstagskonferenz.

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Der Eismann

Die finnische Metapher »Pohjanpalo« bedeutet ja grob übersetzt »Erst nimmst du mich nicht ernst, dann werde ich eingewechselt und dann schieße ich deinen Verein ab«. Die Hamburger Verantwortlichen hätten also wissen müssen, was ihnen blüht, als Leverkusens Roger Schmidt seinen Joker – bei dem Grinsen bekommt sogar Jack Nicholson Albträume - ins Spiel brachte. Beim 1:1 wurde der Finne noch angeschossen, in der Nachspielzeit zeigte er dann seine Klasse. Beim Versuch seinen Treffer zum 2:1 nachzumachen, brachen in der 11FREUNDE-Redaktion spontan drei Kniegelenke. Vier Tore in zwei Spielen sind für einen Einwechselspieler, der in der vergangenen Saison noch kein Düsseldorfer Scheunentor traf, eine Statistik, die sich die CDU morgen in Berlin wohl nur wünschen kann.


Lock’n’Load

Ach ja: Berlin. Mit ihrer neuen Marketingkampagne ist die Hertha ja bereits in der hippen Hauptstadt angekommen. Wieso auch nicht? – Das Ding ist organisch, die Investoren stehen Schlange und auch die Stakeholder aus der Ostkurve werden der Roadmap bald zustimmen.  Zumindest die low hanging fruits haben die Rockstars von der Spree eingesammelt. Zwei quick wins nach dem internationalen Debakel. Für die Tore sorgt übrigens Joker Julian Schieber, was das Ende aller Glaubwürdigkeit besiegeln dürfte.

Und somit ist ausgerechnet Hertha BSC am Samstagabend Bayerns erster Jäger. Lock’n’Load wie man jetzt im Berliner Westen sagt. Gut, dass Schalke 04 und der Rekordmeister persönlich die Hertha schon bald wieder »down to earth« bringen dürften, um das Ende des besten Bundesligastarts des Vereins – nach zwei Siegen in Folge – zu besiegeln.