Fünf Dinge, die wir von diesem Spieltag gelernt haben

Schlammcatchen mit Christian Grey

Darmstadts Platzwart hat mehr Urlaubstage als wir
Einige Male stellten wir an dieser Stelle bereits die Frage, was zur heiligen Harke der Darmstädter Platzwart eigentlich beruflich mache. Nachdem in den vergangenen Stunden ordentlich Feuchtigkeit aus den Wolken kam (übersetzt: sintflutartige Regenfälle), erinnerte das Aufeinandertreffen des Aufsteigers mit Borussia Dortmund eher an ein gepflegtes Schlammcatchen in Scheeßel als an ein Bundesligaspiel. BVB-Trainer Thomas Tuchel soll angeblich beim Anblick des »Rasens« seinen verletzungsanfälligen Schützling Marco Reus pro forma aus dem Kader gestrichen haben. Nach Abpfiff müssen jedenfalls Dirk Schuster die Augen geöffnet worden sein oder die Darmstädter Zeugwärtin hat beim Anblick der versifften Trikots endlich ein Machtwort gesprochen.

Denn Schuster entschuldigte sich auf der anschließenden Pressekonferenz ganz förmlich: »Ich schäme mich, so einen Platz anzubieten. Das ist mir peinlich, mit Bundesliga-Niveau hat das nichts zu tun.« Und gab bei der Aufpolierung eines ramponierten Images zugleich Einblick ins Seelenleben: »Wir freuen uns, alle 14 Tage auf einem ordentlichen Platz spielen zu dürfen. Und das ist nicht hier.« Was uns wiedermal zu der Frage führt, wo der Darmstädter Platzwart geblieben ist. Sachdienliche Hinweise werden per Mail an esistnochkeinewalzevomhimmelgefallen@11freunde.de entgegengenommen. Wir danken.

René Adler kann es noch
Der Hamburger SV bleibt das Containerschiff in der rauen See der Bundesliga. Mal geht es ein bisschen auf, mal geht es etwas ab. Nur Untergehen ist nicht vorgesehen. Gestern auf Schalke standen die Zeichen erneut auf erhöhtem Wellengang. Nach schneller Führung spielte sich die Mannschaft von Bruno Labbadia um Kopf und Kragen und verlor schlussendlich verdient 2:3. Soviel dazu.

Nun hatte HSV-Keeper René Adler in den vergangenen 90 Minuten ausreichend zu arbeiten und zeichnete sich während des Spiels durch mehrere Glanzparaden ganz besonders aus. Nach Spielende begann aber erst die echte Sternstunde des Torwarts. Angesprochen auf einige diskussionswürdige Entscheidungen des Schiedsrichters formulierte Adler knapp: »Wir beschweren uns heute sicher nicht über das Abseitstor. Schalke hätte doch zwei Elfmeter bekommen können.« Und weiter: »Wir haben als Mannschaft definitiv zu wenig investiert. Und deswegen haben wir verloren. Wir sind faire Verlierer und müssen uns an die eigene Nase fassen.« Fünf Sätze, alles gesagt. Danke, René Adler.

Werder ist sexy wie nie



Werder-Fan @DMWarrior fasste vor Spielbeginn seine Emotionen kurz und knapp zusammen. Nach dem 4:1-Sieg in Leverkusen dürfte er, um im Bild zu bleiben, mit zitternden Beinen und harten Nippeln zusammengesackt sein. Wir haben nicht nachgefragt. Trotzdem unser Tweet des Abends.