Francis Kioyo im Interview

»Lothar versteht mich«

Mit Francis Kioyo ist ein alter Bekannter zurück im deutschen Profifußball. Hinter sich hat er eine Reise vom Matthäus-Club Maccabi Netanya FC zum FC Augsburg. Wir sprachen mit ihm über seinen neuen Klub, Loddar und Israel. Francis Kioyo im InterviewImago Herr Kioyo, Sie sind Anfang des Jahres nach Israel, zu Maccabi Netanya gegangen. Der Club, bei dem Lothar Matthäus seit dem Sommer trainiert. Wie kommt es, dass sie jetzt schon wieder gewechselt sind?
 

Das hatte einzig und alleine private Gründe. Mit dem Sportlichen hatte das nichts zu tun. Auch mit dem Trainer und dem Präsidenten habe ich mich gut verstanden. Ich hatte eine wirklich gute Zeit in Israel. Ich musste wieder nach Deutschland. Der Verein hat mir das dann ohne Probleme ermöglicht. Lothar hat mir gesagt, dass er mich versteht.

Sie haben die letzen Monate noch unter Matthäus trainieren können. Wie ist er als Trainer?
 
Ich möchte ihn nicht bewerten. Das ist nicht meine Art.

Sie haben in Ihrer Karriere schon einige Trainer erlebt. War es ein großer Unterschied mit Lothar Matthäus zu arbeiten?
 
Nein. Deutsche Trainer sind sich alle ziemlich ähnlich.  Fast alle gehen auf die Trainerschule in Köln. Natürlich gibt es auch ein paar Unterschiede. Auch der Kontakt zu uns Spielern war ganz normal. Zu den einen Spielern hatte Lothar mehr Kontakt, zu den anderen weniger. Das ist ganz normal. 
 
Wie lief es sportlich für Sie in Israel?
 
Wir sind in der letzten Saison noch Zweiter geworden und kamen in die zweite Runde der UEFA-Cup-Qualifikation. Deshalb wollte ich auch dort bleiben. Das war die Chance für mich international zu spielen. Leider konnte ich das dann nur einmal. Wir haben gegen Cherno Varna gespielt, den aktuellen Gegner vom VfB Stuttgart. Zu Hause spielten wir 1:1. Das Tor machte ich. In Bulgarien verloren wir aber 2:0. Damit waren wir dann  raus.

Und in der Liga...

...lief es ebenso gut. Ich habe in 21 Spielen elf Tore gemacht.
 
Auf welcher Sprache wurde denn in der Mannschaft kommuniziert?
 
Wir sprachen alle Englisch. Wenn ich mit dem Trainer alleine redete, unterhielten wir uns auf Deutsch.
 
Nun sind Sie in Augsburg angekommen. Letzte Saison schrammte die Mannschaft knapp am Abstieg vorbei. Was sind diese Saison die Ziele?

Die Ziele haben sich zur letzten Saison nicht großartig geändert: Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte erreichen und dann schauen, was noch geht. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen: Wir haben eine gute Mannschaft mit guten Spielern.