Feierten neun mexikanische Nationalspieler mit Escort-Damen?

Fiesta Mexicana

Neun mexikanische Nationalspieler sollen sich vor der WM-Reise mit Escort-Damen vergnügt haben. Noch fehlt ein stichhaltiger Beweis. Die beste Geschichte lieferte sowieso der Generalsekretär.

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Die mexikanische Fußball-Nationalmannschaft, WM-Auftaktgegner von Weltmeister Deutschland, hat in der Heimat rund eine Woche vor Turnierbeginn für Schlagzeilen gesorgt. Wie das Magazin TV Notas berichtet, sollen neun Spieler nach dem 1:0-Sieg im Länderspiel gegen Schottland am vergangenen Samstag in Mexiko-Stadt eine Party mit rund 30 Escort-Damen gefeiert haben. Die Zeitschrift veröffentlichte Fotos von leichtbekleideten Damen vor einem Geländewagen, die sie bei der Ankunft zur Feier zeigen sollen. Daneben sind Fotos von Giovani dos Santos und Torwart Guillermo Ochoa zu sehen. Zusammen sind Spieler und Frauen aber nicht zu sehen.

24 Stunden

Unter den Teilnehmern der Party sollen sich laut Angaben des Blattes auch Carlos Salcedo und Marco Fabian von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt befunden haben. Außerdem wurden Raul Jimenez, Jonathan dos Santos, Hector Herrera, Jesus Corona und Jesus Gallardo namentlich genannt. Über 24 Stunden sollen die neun Spieler mit den Damen gefeiert haben.

Eine Frau, die vom vermeintlichen Ort des Geschehens twitterte, schrieb: »Wenn ich jemandem vom heutigen Abend erzählen würde, würde er es mir nicht glauben. So gut war es.« Und später dann: »Ich habe immer daran geglaubt, dass ich eines Tages in einer Boulevardzeitung auftauchen würde. Aber ich schwöre, es wäre im Zusammenhang mit einer Rockband, nicht mit Fußballern.«

»Sie haben kein Training verpasst«

Bisher wurde der Vorfall nicht bestätigt. Nur Guillermo Cantu, Generalsekretär des mexikanischen Fußball-Verbandes, schloss eine Bestrafung schon jetzt aus. Seine kuriose Begründung: »Ein freier Tag ist ein freier Tag und das sind die Risiken, die mit solchen Freiheiten einhergehen.« Und sowieso hätten die Spieler ja kein Training verpasst. Mittlerweile befindet sich das Team in Europa. In Kopenhagen bereitet sich Mexiko auf sein letztes Testspiel am Samstag gegen Dänemark vor.

In Südamerika kursierte die Nachricht gestern über alle Medienkanäle. Bereits in der Vergangenheit waren mexikanische Nationalspieler unangenehm aufgefallen. 2010 und 2011 waren ähnliche Vorfälle bekannt geworden, beteiligte Spieler wurden vorübergehend aus der Nationalmannschaft verbannt.