FCB vs. BVB – Die legendärsten Duelle

Bananen, Karten, Luca Toni

Bayern München – Borussia Dortmund 6:2
Saison 2000/01, 11. Spieltag
Zu Beginn der nuller Jahre hatte die Rivalität zwischen Gelb und Rot ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, beim 2:6 in München hatten die Dortmunder zwar keine Chance, traten den Bayern aber, frei nach Rolf Rüssmann, wenigstens noch den Rasen kaputt. Und die Spieler. Weil auch die Bayern tüchtig mithielten, musste Schiedsrichter Hartmut Strampe am Ende zehn Gelbe und eine Rote Karte zeigen.

Borussia Dortmund – Bayern München 1:2 n.V.
Saison 2007/08, DFB-Pokal-Finale
Es ist nicht lange her, da hieß einer der besten Stürmer der Bundesliga Luca Toni. Auch im Pokalfinale schlug »Toni Doppelpack« zweimal zu, bitter für den BVB, der durch Mladen Petric erst in der 90. Minute zum Ausgleich gekommen war. Sechs Tage nach einer 0:5-Packung in der Liga, ging der BVB auch diesmal leer aus. Luca Toni und seinem Treffer in der 103. Minute sei Dank.

Bayern München – Borussia Dortmund 1:3
Saison 2010/11, 24. Spieltag
Im zweiten Teil der Wachablösung (das Hinspiel hatte der BVB bereits mit 2:0 gewonnen) waren es die Tore von Lucas Barrios, Nuri Sahin und Innenverteidiger Mats Hummels, die für einen furiosen 3:1-Sieg der Dortmunder sorgten. Kommentar von Jürgen Klopp: »Beim letzten Sieg in München wurden die meisten meiner Spieler ja noch gestillt!« Eineinhalb Monate später war Bayern-Trainer Louis van Gaal entlassen, der BVB (fast) Meister.

Borussia Dortmund – Bayern München 5:2
Saison 2011/12, DFB-Pokal, Finale
Und es hat »Aua!« gemacht. Mit 5:2 prügelte der BVB 2012 die stolzen Bayern aus dem Olympiastadion zu Berlin und hinterließ dabei dicke fette Narben auf der bajuwarischen Fußball-Seele. Der FCB schwor Rache und baggerte danach vehement am damaligen Dreifach-Torschützen Robert Lewandowski herum. Der blieb zwar erst einmal in Dortmund, die Finalpleite von Berlin motivierte die Bayern allerdings zu einem einzigartigen Siegesrausch in der darauffolgenden Saison. Auf der Tribüne damals auch: Alex Ferguson. Der Manchester United-Trainer war von seinem alten Kumpel Eckhard Krautzun zum Besuch überredet worden, verknallte sich offenbar in den 90 Minuten in Kollege Jürgen Klopp, Borussia Dortmund - und vor allem Shinji Kagawa. Den United dann auch gleich mal auf die Insel lotste.

Saison 2012/13, Champions League, Finale
Borussia Dortmund – Bayern München 1:2
Was hätte die Macht des deutschen Vereinsfußballs beeindruckender demonstrieren können als ein deutsches Champions-League-Finale? Das hatte es zuvor noch nie gegeben, Dortmund und Bayern sorgten im Mai 2013 dafür – und hinterließen begeisterte Fans auf der ganzen Welt. Ein Endspiel, das alles hatte: Tempo, Einsatz, Dramatik – und mit Arjen Robben einen Helden, der endlich den Makel des großen Verlierers abstreifen konnte. Sein Treffer in der 89. Minute entschied das Finale, Robbens entgleiste Gesichtszüge nach dem Treffer werden auf ewig im kollektiven Champions-League-Gedächtnis bleiben.