FCB gegen BVB im DFB-Pokal

»Der Hammer hängt in Dortmund!«

Die Lewandowski-Show
Borussia Dortmund – FC Bayern 5:2
12. Mai 2012, Finale
»Ich habe gelesen, die Münchner wollten zeigen, wo der Hammer hängt. Ich kann nur sagen: Der Hammer hängt in Dortmund!« So kommentierte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den fulminanten Sieg des BVB gegen die Bayern im Pokalfinale 2012. In Erinnerung blieb vor allem ein grandios aufspielender Robert Lewandowski, der die Bayern mit drei Toren quasi im Alleingang in den Boden des Olympiastadions hämmerte. Wenige Tage vorher hatte der Pole übrigens diesen Hammer-Satz in einem »Kicker«-Interview gesagt: »Ich spiele beim Deutschen Meister. Was soll ich bei den Bayern? Es kommt für mich nicht in Frage, den BVB zu verlassen.«
 


Trauma-Bewältigung
FC Bayern – Borussia Dortmund 1:0
27. Februar 2013, Viertelfinale
Nicht mal ein Jahr nach dem Debakel von Berlin, veranlasste ein schnöder 1:0-Sieg Uli Hoeneß die Lautsprecher wieder aus dem Keller zu holen: »Die Vormachtstellung im deutschen Fußball haben wir wieder. Die deutschen Verhältnisse sind geklärt.« Das Tor des Tages schoss Arjen Robben, der in jener Saison außergewöhnlich oft auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. Die »Süddeutsche Zeitung« titelte am Tag danach »Robben bezwingt das Dortmund-Trauma« und die »Sportbild« schrieb schon ein Jahr vor Pep Guardiola vom »FC Supersuper-Bayern«. Die Münchener entledigten sich danach noch eines anderen Traumas und nahmen den VfL Wolfsburg, der den Rekordmeister 2009 im eigenen Stadion vorgeführt hatte, mit 6:1 auseinander. Im Finale siegte der FC Bayern 3:2 gegen den VfB Stuttgart – womit die Serie hielt: Immer wenn die Münchener im Pokal Dortmund ausschalteten, gewann sie den Wettbewerb auch.
 
Der Tor-Klau von Berlin
FC Bayern – Borussia Dortmund 2:0 n.V.
17. Mai 2014, Finale
Es war das Spiel, das die »Bild« später mit »Die Wahrheit über den Tor-Klau« betitelte. Bayern-Spieler Dante hatte einen Hummels-Kopfball hinter der Linie weggeschlagen. Es wäre das 1:0 für Dortmund gewesen, aber Schiedsrichter Florian Meyer entschied auf Weiterspielen. »War der Tor-Klau zu verhindern?«, fragte »Bild«. Die Antwort: »Ja!« Der DFB beriet sich angeblich vor dem Finale, eine mobile Torlinien-Technik einzusetzen.Letztendlich entschieden die alten Herren sich aber dagegen, und so gewann der FC Bayern das Spiel nach Toren von Arjen Robben (107. Minute) und Thomas Müller (120.) mit 2:0. Doch nicht nur wegen des Spielverlaufs war es eines der spannendsten Pokalendspiele der vergangenen Jahre. Auch das Drumherum gab einiges her: So soll Kevin Großkreutz nach dem Spiel »in alkoholisiertem Zustand gegen eine Säule in der Hotellobby uriniert« haben (Stichwort: Pinkelgate). Zudem, so informierte die »Bild« weiter, soll der Spieler einen Hotelgast angepöbelt haben. Weil er wenige Wochen zuvor schon zu einem Zwischenfall an einem Imbiss in der Kölner Innenstadt gekommen war – Stichwort: Dönergate –, drohte der BVB-Spieler sogar seinen Platz im WM-Kader zu verlieren. Am Ende wurde aber alles gut. Großkreutz fuhr mit nach Brasilien, wurde ohne ein einziges Spiel Weltmeister und durfte wieder ordentlich feiern (Stichwort: Gauchogate).

Bayerns Ausrutscher
FC Bayern – Borussia Dortmund 1:3 n.E.
28. April 2015, Halbfinale
Was wohl mit dem Elfmeterpunkt aus der Allianz-Arena passiert ist, der den Bayern 2015 den Einzug ins Finale kostete? Nach einem starken Spiel der Gastgeber (Guardiola: »Es war unser besten Spiel gegen den BVB in meiner Amtszeit!«) schaffte es Dortmund erst durch die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen. Dort ging dann einfach mal alles schief. Erst Philipp Lahm, dann Xabi Alonso rutschten weg – und verschossen. Mario Götze wollte es besser machen, aber BVB-Ersatzkeeper Mitchell Langerek parierte. Und als es schließlich noch Manuel Neuer versuchte, knallte sein Schuss gegen die Latte. Aus die Maus, Dortmund zog ins Endspiel von Berlin. Nur, um da gegen den VfL Wolfsburg zu verlieren. Eigene Gesetze und so.