Englische Anhänger verbünden sich gegen Club-Besitzer

England kann keinen Fußball

Der englische Weg liegt am Boden und Schweine können fliegen. Die englischen Fanszenen protestieren gemeinsam. Und warnen damit auch den deutschen Fußball.

11FREUNDE

Die Fans von Charlton Athletic und Coventry City protestieren gemeinsam. Sie schmeißen tausende Plastikschweine auf das Spielfeld. Die Proteste richten sich gegen die verhassten Klubbesitzer Roland Duchatelt und den Hedgefond SISU. Eine Woche nach den Protesten in Charlton rufen Coventry-Fans zu einem Protestmarch auf. Sie boykottieren das Heimspiel gegen Rochdale. 

Leeds United kämpft mit der Initiative »Time To Go Massimo« gegen den italienischen Eigner Massimo Cellino. Gemeinsam mit Anhängern von Charlton, Blackpool und Leyton Orient wenden sie sich mit einer Stellungnahme an die britische Regierung. Sie fordern diese auf, die Club-Ownership-Regeln zu reformieren. 

Die Fans der Blackburn Rovers kommen erst in der 18. Minute zum Spiel gegen die Wolves und sind nach 75 Minuten wieder weg. Ein Protest gegen den indischen Besitzer Venkys. Der Verein wurde 1875 gegründet.



Not A Penny More

Der Supporters’ Trust des FC Blackpool kündigt den »perfekten Sturm« an und boykottiert den verhassten Besitzer, die Famile Oyston, und ihre Unternehmen. Ihre Kampagne heißt »Not A Penny More.« Auch Leyton-Orient-Fans sind unzufrieden mit Besitzer Franceso Becchetti. Die beiden Fanlager planen gemeinsame Proteste, wenn ihre Teams Mitte November aufeinandertreffen. 

Und nicht zu vergessen Hull City. Die Zuschauerzahlen der Tigers sind auf einem Allzeittief. Der Konflikt zwischen den Fans und Besitzer Assem Allem hat sich verschärft, auch wegen der wiederholten Versuche, den Vereinsnamen zu ändern.

#OwnerOut

Und das ist längst noch nicht alles. Der Boykott der zweiten Mannschaften der Premier-League-Klubs im EFL-Pokal gehörten noch erwähnt. Und in Nottingham ist man mehr als unzufrieden mit dem kuwaitischen Besitzer Fawaz Al-Hasawi.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der »englische Weg« ist in der Krise. 

In den sozialen Netzwerken tummeln sie sich überall. Die Hashtags gegen die verhassten Besitzer. #RolandOut, #SisuOut, #OystonOut, #CellinoOut, #FawazOut. Schwieriger wird es da schon, einen beliebten Klubbesitzer zu finden. Aber das ist keine große Überraschung, wenn man sich anschaut, mit welcher Einstellung der englische Fußball geführt wird: Die Premier-League-Vereine werden mit Geld zugeschüttet. Beim Rest wird schon alles okay sein, hofft man zumindest.