Ein Tag als Hoffenheim-Profi

Demirbays Ersatz

Einmal am Training eines Bundesligisten teilnehmen - für unseren Autor wurde dieser Traum wahr. Warum ihn Julian Nagelsmann unbedingt verpflichten sollte, und was in der Hoffenheimer Kabine an Überraschungen herumliegt.

imago

Welcher kleine Junge träumt nicht davon, einmal mit den Stars der Bundesliga zu trainieren? Also machte ich sofort mit, als mir ein Gewinnspiel die Chance auf einen Tag als Profi in Aussicht stellte. 

Zwar handelte es sich um ein Training bei der TSG Hoffenheim, der ich als kleiner Fußballromantiker nicht unbedingt wohlgesonnen gegenüber stehe, aber es geht immerhin um Profi-Fußball - und überhaupt: wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet ich ausgelost werde?

Kostenlose Steaks? Ich bin dabei

Als ich eine Woche später tatsächlich gewonnen hatte, relativierte sich meine Vorstellung dann allerdings schnell. Statt des angekündigten Trainings mit Profis, die sich bereits in den Urlaub verabschiedet hatten, ging es plötzlich nurmehr um ein Training mit mehreren Gewinnspielteilnehmern unter »Profibedingungen«. 

Neben regulären Trainingseinheiten war eine Runde im »Footbonaut«, ein Blitzturnier sowie ein Abschlussgrillen angekündigt. Immerhin. Zu kostenlosen Steaks konnte ich noch nie »Nein« sagen und der »Footbonaut«, diese Technik-Schulungs-Maschine, ließ mich letzte Zweifel verdrängen.

Verhaltenskodex für die Profis

Vor Ort angekommen, erwartete uns gleich die erste Überraschung: striktes Handyverbot. Schließlich wolle man nicht riskieren, dass ein Foto der heiligen Hallen an die Öffentlichkeit gerät. Im Inneren der Umkleide angelangt, sucht man das Besondere dann aber vergeblich. 

Wer hier eine luxuriöse Innenausstattung erwartet, bleibt enttäuscht zurück. Einzige Besonderheiten: Eine Musikanlage, jede Menge Ordner mit DFB-Satzungen und eine DVD vom »Fußball-Manager 2014«. In einer kleinen Küchenzeile findet sich dann noch ein Verhaltenskodex für die Profis bei Interviews. Der Rest ist Funktions-Charme.

Abreise, ohne auch nur ein Mal gegen Ball gekickt zu haben

Ich ziehe mich auf dem Platz von Kerem Demirbay um, dann geht es ans Eingemachte. Auf dem Trainingsplatz erwartet uns bereits der U-14 Coach der Hoffenheimer inklusive Co-Trainer, der ansonsten halbtags bei SAP beschäftigt ist. 

Erste Übung: Den Ball zu seinem Mitspieler werfen und dabei seinen Namen sagen. So hatte ich mir mein Profi-Training nicht vorgestellt. Und trotzdem gibt es bereits nach einer Minute einen ersten Verletzen. Umgeknickt nach einem Zusammenprall - Abreise. Und das, bevor er auch nur ein einziges Mal gegen den Ball gekickt hatte. Hartes Profi-Geschäft.

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