Ein Quotendeutscher für RB Leipzig

Ein natürlicher »Fit«

Apropos. Ich schwöre, und ja, ich muss in dieser Hinsicht deutlich werden, denn es geht um eine ernste Sache, ich schwöre also, dass ich in meinem ganzen Leben noch kein einziges Mal Red Bull getrunken habe. (Also einmal. Aber das ist keinmal.) Also wirklich nie. Weshalb ich mit Fug und Recht behaupten darf, dass ich noch viel Taurin in mein System schütten kann, ehe das vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als nicht sicher eingestufte Geklebe mir nachhaltig schaden würde.

Außerdem bin ich inzwischen 39. Womit ich nicht nur vor der DFL den Quotendeutschen hätte geben, nicht nur dem perversen Jugendwahn der RB-Kaderplanung ein gesundes Gegengewicht der Inklusion hätte beisteuern, sondern auch noch Anschluss an die Generation Y hätte liefern können. Der ehemaligen Generation Praktikum, die inzwischen Zweitkonten eröffnen muss, weil die ersten voll sind. Der Generation, die sich noch am ehesten Red Bull auf die Synapsen schüttet, wenn die Deadline mal wieder nicht zu schaffen ist oder man einfach so nicht schlafen will.

Ein natürlicher »Fit«



Und noch etwas qualifiziert mich für den Job, die fast schon eine Mission ist: Ich habe im Prinzip kein Rückgrat und schon gar keine Ideale. Sagen meine Ex-Frau, meine Ex-Kollegen und unzählige Wortmeldungen in den Kommentarspalten zu meinen Artikeln.


Gut, Fußball spiele ich auf dem Niveau einer morschen Schrankwand. Aber zum Glück geht es bei RB Leipzig, das darf man nie vergessen, nicht um Fußball. Sondern immer noch darum, ein Produkt zu verkaufen.