Düsseldorf-Werder in der 11FREUNDE-Spielanalyse

Zweite Halbzeit: Werder dominiert

In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel dynamischer und vor allem aggressiver. Die Bremer kehrten agiler aus der Pause zurück, sie bewegten sich jetzt im letzten Drittel mehr. Hunt und de Bruyne rückten weiter auf, um mehr Überzahlsituationen in Strafraumnähe zu kreieren. Zudem waren die Bremer im Gegenpressing wacher, sie konnten nun die Düsseldorfer Gegenstöße schon im Ansatz ersticken.

Diese taten fortan nicht mehr, als die Führung am eigenen Strafraum zu verteidigen. Im Sturm fehlt den Rheinländern eine Präsenz, die Bälle halten und auf die nachrückenden Mittelfeldspieler ablegen konnten. Die Konterversuche unterdrückten die Bremer spätestens in der eigenen Hälfte, meist aber schon direkt nach dem Ballverlust - so auch vor dem Ausgleichstreffer, als Schmitz mit hohem Risiko den Ball an der Torauslinie gewann. Seine Flanke köpfte Petersen ein (51.).

Auch danach verlief das Spiel praktisch nur noch in der Düsseldorfer Hälfte. Daran änderten die Einwechslungen von Du-Ri Cha (56. für Garbuschewski) und Nando Rafael (68. für Ilsö) ebenso wenig wie die gelb-rote Karte gegen Werder-Verteidiger Assani Lukimya (77.). Bremen drängte weiter auf den Siegtreffer, speziell über die Außen kamen sie mehr und mehr ins Spiel. Der umtriebige Hunt überlud zusammen mit dem aufrückenden Schmitz immer wieder den linken Flügel, sein Pass leitete de Bruynes Siegtreffer zum 2:1 ein (82.).

Die Düsseldorfer konzentrierten sich nach der Pause ausschließlich auf das Verteidigen – und sie wurden dafür bestraft. Die Zahlen unterstreichen die Bremer Überlegenheit: 66 Prozent zu 34 Prozent Ballbesitz, 459:163 angekommene Pässe sowie 24:4 Torschüsse – Bremen war in allen Belangen überlegen. Auch wenn Fortuna Düsseldorf als Aufsteiger und Außenseiter jedes Recht auf eine reaktive Taktik haben – ganz ohne Konter und Torgefahr gewinnt man in Bremen nicht.