Duell des Spieltags (26): Hannover gegen Augsburg

Wo die Spaßdiktatoren wohnen

Wer hat das bessere Maskottchen?
Die »Augsburger Puppenkiste« feierte vor wenigen Tagen ihren 70. Geburtstag. Ein Geschenk bekam unter anderem der FCA, der sich über eine neue Garnitur ihres Maskottchens freuen durfte: einem riesigen Puppen-Kasperl. Dabei war der FCA lange einer der wenigen Bundesligisten, die auf ein Maskottchen verzichtet hatten. Seit sie in den 80er-Jahren »Wiesel« zu Grabe getragen hatten, mussten sich die Fans in Augsburg doch tatsächlich selbst daran erinnern, im Stadion ihre Mannschaft anzufeuern. Undenkbar in Leipzig, Dortmund oder Stuttgart, wo anthropomorphe Spaßdikatoren namens Bulli, Emma oder Fritzl regieren.

In Hannover werden sie genüßlich festgestellt haben, dass  ausgerechnet Schiedsrichter Bastian Dankert das Spiel pfeifen wird. Der hatte vor knapp drei Jahren ein eigentlich unübersehbares Handspiel beim Tor von Hannovers Andreasen übersehen. Die zuletzt recht glücklosen 96-Torjäger hoffen darauf, dass Dankert am Samstag ein ähnlicher Fehler unterläuft und drücken die Daumen – sofern sie die nicht zum Tore schießen brauchen.

Heißt für uns: Lieber antiquierte Kasperl als unberechenbare Schiedsrichter. Punkt Augsburg!


Hannover: 2

Augsburg: 2

Was sagt die Statistik?

Tabellarisch sind Augsburg und Hannover bequem eingekeilt zwischen Europa League und Relegationsplatz. Beide haben solide 32 Punkte, beide haben ein nahezu ausgeglichenes Torverhältnis. Die ganze Mittelmäßigkeit spiegelt sich auch im Austragungsort des Spiels: Das Stadion in Hannover ist benannt nach Deutschlands drittgrößtem Versicherer.

Ein Eindruck, den der Blick in die Vergangenheit nur verfestigt. Etwa die, nunja, Rekordspiele. Der höchste Sieg von Hannover über Augsburg? 2:0. Der höchste Sieg von Augsburg gegen Hannover? 2:0. Weil in den Partien der letzten Jahre wenigstens immer mehr als ein Tor fiel, vergeben wir Schnarch-Punkte für beide.

Endstand:


Hannover: 3

Augsburg: 3