Dortmunds Transferoffensive auf dem Prüfstand

Der Angriff auf die Bayern

Im Mittelfeld gab und gibt es wenige Schwachstellen. Jadon Sancho traf in seiner Debütsaison zwölfmal, bereitete 14 weitere Treffer vor. Marco Reus spielte die bis dato beste Saison seiner Karriere und auch Mario Götze war an 14 Toren direkt beteiligt. Hinzu kommen mit Brandt und Hazard nun nochmal 38 Scorerpunkte. Die Offensive wird der Trumpf der Dortmunder bleiben. 

Mit Julian Brandt und Thorgan Hazard erweitern jetzt zwei Spieler Lucien Favres Optionen. Hazard hat gute Aussichten, an Stelle von Bruun Larsen im linken Mittelfeld zu spielen, Reus kann endgültig auf seine Wunschposition hinter die Spitzen wechseln. Auf Rechtsaußen scheint Jadon Sancho gesetzt zu sein. Julian Brandt hingegen wird eher aus dem Zentrum kommen. Seit Peter Bosz ihn in Leverkusen auf die Achter-Position beförderte, explodierte er: 18 seiner 22 Torbeteiligungen gelangen ihm in der Rückrunde. Mit ihm gewinnt der BVB im Zentrum eine offensive Note, die bislang noch fehlte.

Einzig ein anderer Stürmertyp als Mario Götze und Paco Alcácer würde den Dortmundern gut zu Gesicht stehen. Ein Zielspieler vom Typ Mario Mandzukic, der eklig zu bespielen ist und alleine durch seine körperliche Präsenz Räume schafft, um das Spielsystem in engen Spielen mal zu wechseln. 

Die Reaktion der Bayern

Der Kader ist besser als der in den Meisterjahren unter Klopp, die Bayern geben trotz möglichem Double-Gewinn nicht das souveränste Außenbild ab. Watzke und Zorc haben erkannt, was zum Titel gefehlt hat. Der »Münchner«-Kurs beinhaltet nämlich nicht nur die besten Spieler zu vereinen, sondern auch, dass es keine andere Option gibt, als zu gewinnen. Durch die klare Zielsetzung wird auch den jungen Spielern klar gemacht, dass es nun gilt. 


Ob es am Ende reicht, hängt nicht alleine von ihnen ab, denn die momentan dringendste Frage lautet: Wie reagieren die Bayern? Jetzt, wo die Dortmunder die ur-bayrische Methode anwenden, werden die Bayern erst Recht nachziehen. Holen sie Havertz? Gar Sané? Die Bayern werden sich beschäftigen müssen mit Dortmund, mehr denn je.