Dieser argentinische Verteidiger setzt Nadelstiche

El Loco

Der argentinische Sechstligist Sport Pacifico hat im Pokal den Traditionsverein Estudiantes. Schön - wenn Verteidiger Federico Allende nicht zu einer besonders nadeligen Methode gegriffen hätte.

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Wer im nationalen Pokal gegen einen Erstligisten spielt, ist bis in die Haarspitzen motiviert. Wenn der Traditionsverein dann auch noch mit 3:2 nach Hause geschickt wird, darf gut und gerne von einer Sensation gesprochen werden. So auch im Fall des unterklassigen Klubs Sport Pacifico. Wäre da nicht Federico Allende, Verteidiger der Mannschaft, und dessen unerlaubter Einsatz einer Nadel gewesen.

Nadelstiche zu setzen, das weiß jeder Außenseiter, ist immer ein gern gesehenes Mittel, um völlig unterlegen doch noch für eine Überraschung zu sorgen. Irgendwas muss Federico Allende trotzdem falsch verstanden haben, als er kurzerhand zwei Metallnadeln in seine Schienbeinschoner steckte, auf dem Platz herauszückte und seinen Gegenspieler Juan Otero über 90 Minuten piesackte.

»Wir mussten dreckig spielen«

Das Vergehen fiel, vermutlich wegen der ständigen Schmerzen, bereits während des Spiels auf. Der Schiedsrichter war jedoch machtlos. Er konnte kein Vergehen feststellen und erst recht keine kleine Nadel finden. Otero bezeichnete nach Abpfiff seinen Gegenspieler als »bösen Mann«.

Ausgereicht hätten diese Beschuldigungen vermutlich nicht, hätte Allende nicht selbst im lokalen Radio mit der Tat geprahlt. »Wir wussten, dass wir gegen sie dreckig spielen mussten und ich stach die Estudiantes-Stürmer mit einer Nadel«, sagte er, um mit Stolz in der Stimme anzufügen: »Wir wussten, dass die höherklassigen Stürmer keinen Kontakt mögen. Otero muss mich hassen«.