Diese Underdogs wollen die Großen aus dem Pokal werfen

Was hat dich bloß so ruiniert?

SpVgg Unterhaching, Regionalliga
Was hat dich bloß so ruiniert? Zwischen 1995 und 2002 spielten die Unterhachinger konstant in der ersten oder zweiten Bundesliga. Die erste Spielzeit im Oberhaus beendete das Team sogar als Zehnter. Am letzten Spieltag gewannen die Unterhachinger ganz nebenbei 2:0 gegen Bayer Leverkusen und verhalfen dem FC Bayern noch unverhofft zur Meisterschaft. Nach dem Abstieg 2002 fahrstuhlte der Verein zwischen zweiter und vierter Liga.

Letzte Saison lief einiges schief. Erst stieg Unterhaching am letzten Spieltag nach einer 0:1-Niederlage gegen Erfurt in die Regionalliga ab, dann musste der Verein auch noch den Spieler mit dem vermutlich besten Fußballernamen der Welt zu Union Berlin abgeben: Kenny Prince Redondo.

Der Pokalheld:
Noch so ein Typ mit Supername: Markus Einsiedler. Schoss in der ersten Pokalrunde beide Tore beim 2:1-Sieg gegen den FC Ingolstadt. Der Stürmer hat sogar eine eigene Kolumne in der »tz«. Da schrieb er auch über die Feier nach dem Sieg: »Für mich gab’s ein ­Helles. Das hat weniger Kalorien als Weißbier.« Tipp von uns: Wodka Soda hat noch weniger Kalorien.

Alte Bekannte:
Präsident des Vereins ist Manni Schwabl, der bei nahezu jedem großen Verein in Bayern gespielt hat: 1860 München, FC Bayern, 1. FC Nürnberg und natürlich beim FC Holzkirchen. Insgesamt bestritt Schwabl 303 Bundesligaspiele. Fun fact: Beim Phantomtor von Thomas Helmer stand Schwabl am Pfosten. Seine Karriere endete leider etwas unharmonisch, denn er verließ 1860 nach einem Streit mit Trainer Werner Lorant und Präsident Karl-Heinz Wildmoser. Fun fact 2: Bei der SpVgg. ist nicht nur Mats Hummels Bruder Jonas Hummels aktiv, sondern auch Hansi Hinterseers Neffe Nicolas Hinterseer. Ihr kennt Hansi Hinterseer nicht? Dann hört bitte hier.
 
Der Gegner:
RB Leipzig ist ganz groß in Form. Die Mannschaft hat seit acht Spielen nicht verloren und die letzten drei Partien gewonnen. Dauermahner Ralf Rangnick ist dennoch unzufrieden. Nach dem 2:1-Sieg gegen Düsseldorf am vergangenen Wochenende sagte er: »Wir haben in der ersten halben Stunde nicht gut gespielt.« Laut Statistik hatte sein Team da schon vier Chancen herausgespielt.
 
Unser Lieblingsmaskottchen der Vereinsgeschichte:



Alf, 1988 (hier im Bild mit Trainer Karsten Wettberg)