Diese Saison wird langweilig

Die unglaubliche Bayern/BVB-Dominanz

Ja. Ja. Ja und Ja.

Die Bundesliga ist inzwischen ein Wettbewerb, bei dem 18 Mannschaften antreten und am Ende doch immer die Bayern gewinnen. Eine Liga, in der einige Teams so weit voneinander entfernt sind (man möge sich an dieser Stelle den »Spaß« erlauben und die Kader von Bayern München und Werder Bremen vergleichen), dass man sich fragt, warum sie überhaupt in direkter Konkurrenz zueinander stehen dürfen.

Leicester wird es bei uns

Man denkt an Kaiserslautern 1998, freut sich über die Erinnerung und wird dann traurig, weil man weiß, dass so etwas nie wieder passieren wird im deutschen Fußball. Leicester City hin oder her – so dominant, so viel reicher und besser als die Bayern (und auch Dortmund) in der Bundesliga war in der vergangenen Premier-League-Saison niemand.

Wunder gibt es immer wieder? Bestimmt. Vielleicht fliegen die Bayern ja in der dritten Pokalrunde raus oder verlieren mal ein Spiel gegen Mainz, größere Wunder brauchen wir im gegenwärtigen Bundesliga-Fußball nicht zu erwarten.

Wenn dem so ist, was dieser desillusionierte Autor schreibt, wie kann man sich dann überhaupt noch auf die Bundesliga freuen? Gute Frage.

Soll man sich nun trennen?

Letztlich bleibt einem nur die Hoffnung, der eigene Verein – so es denn nicht Bayern oder Dortmund ist – möge zumindest besser abschneiden, als man es ihm zutraut. Vielleicht überrascht die eigene Mannschaft mit aufregendem Fußball, spielen sich ein oder zwei Akteure so positiv in den Vordergrund, dass das allein schon ausreicht, um sich auf den nächsten Spieltag zu freuen. Der Rest bleibt Gewohnheit. Die Bundesliga ist wie der Partner, bei dem man manchmal gar nicht mehr genau weiß, warum man eigentlich noch mit ihm zusammen ist. Früher war es mal aufregend, heute nicht mehr. Bis auf wenige Ausnahmen. Aber sie war halt schon immer da, die Bundesliga. Und da trennt man sich doch nicht so leicht von.

Oder doch?