Die zehn miesesten Transfers der Tottenham-Historie

Biete Bentley, suche Ente

Die Shopping-Exzesse von Tottenham-Boss Daniel Levy sind gefürchtet. In der Vergangenheit hat er schon einige Mal grandios daneben gelegen. Vor allem die 101 Millionen-Euro-Ablöse für Gareth Bale verbrannter er blitzschnell.

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Giovanni Dos Santos (Saison 08/09)
Ablöse: 6 Millonen Euro
Nicht wenige erkannten im Mexikaner Giovanni Dos Santos eine Art Messi-Double, war der kleine Angreifer doch wie sein argentinisches Ebenbild durch das Stahlbad La Masia stolziert wie kaum einer vor ihm. Und auch seine ersten Gehversuche im Trikot des FC Barcelona verliefen vielversprechend. Und so leckte man sich bei den Hotspurs die Finger, als man das Supertalent im Sommer 2008 für sechs Millionen Euro nach London lotsen konnte. Doch die Ehe Spurs/Dos Santos war im Grunde wie die Geschichte der Menstruation: eine Geschichte voller Missverständnisse. Dos Santos konnte nie überzeugen und wurde bereits nach einem halben Jahr zu Ipswich Town verliehen. Und so ging es weiter. Nach Lehien zu Galatasaray, Santander und Mallorca verließ Dos Santos die White Hart Lane nach fünf Jahren in Richtung RCD Mallorca. Vermisst hat ihn seitdem niemand.

Alan Hutton (Saison 07/08)
Ablöse: 13 Millionen Euro
Zugegeben, im Trikot der Glasgow Rangers entwickelte sich Alan Hutton zu einem passablen Außenverteidiger. Doch nach seinem Wechsel zu Tottenham stellte sich heraus, dass die Premier League zu diesem Zeitpunkt weit über seinem Niveau lag. Nach desaströsen Leistungen auf dem Platz und einigen Saufgelagen abseits des Rasens, rutschte Hutton binnen zwei Jahren vom Stammspieler auf die Tribüne, ehe er im Sommer 2009 für nur fünf Millionen Euro zum AFC Sunderland ging.

Sebastien Bassong (Saison: 09/10)
Ablöse: 10 Millionen Euro
Im Trikot von Newcastle United spielte der Abwehrhüne eine überragende Saison 2008/09. Kein Wunder, dass in der Folge halb Europa zaghaft anklopfte. Dass am Ende Tottenham das Rennen machte, mag an den 10 Millionen Euro Ablöse gelegen haben, die bereits damals als deutlich zu hoch eingestuft wurde. Doch im ersten Spiel für die Spurs köpfte der Franzose gleich ein Tor beim 2:1-Sieg gegen Liverpool und der Hype ging weiter. Doch so schnell sich das Thema Bassong in London aufgeheizt hatte, so temporeich erkaltete die Liebe auch wieder. Einige desaströse Patzer machten Bassong zur stetigen Gefahrenquelle im Zentrum, irgendwann saß er nur noch auf der Bank. 2012 wechselte er schließlich zu Norwich City. Für drei Millionen Euro. Mehr Wertverlust hatte zuletzt wohl nur die VW-Aktie.

Roman Pavlyuchenko (Saison 08/09)
Ablöse: 17,5 Millionen Euro
Wer auch immer Daniel Levy den floh ins Ohr gesetzt hat, dass Pavlyuchenko einmal einer der besten Stürmer der Welt werden könnte, er ist ein Genie. Doch wir tun dem schlaksige Russen natürlich unrecht, denn schaut man auf seine Zahlen (42 Tore in 113 Spielen) ist alles gar nicht so übel wie es seine Ballbehandlung und sein Bewegungsablauf mitunter vermuten ließ. Dass Levy jedoch für den Angreifer knapp 18 Millionen Euro an Spartak Moskau überwies, obwohl sein Marktwert zu jener Zeit auf acht Millionen taxiert wurde, sagt viel über die vor allem sportlichen Argumente der Spurs aus. Treppenwitz der Geschichte: Spartaks Erzrivale Lokomotive holte Pavlyuchenko zwei Jahre später für neun Millionen zurück in seine Heimat. Was für ein Geschäft.

Étienne Capoue (Saison 13/14)
Ablöse: 11 Millionen Euro
In der Sommerpause 2013/14 brach die Hölle über Tottenham los, denn die Spurs verkauften in dieser Transferperiode Gareth Bale für galaktische 101 Millionen Euro zu Real Madrid. Das weckte natürlich auch gewiefte Berater, die auf ihre Spieler einen großzügigen »Bale-Bonus« schlugen und einfach die Ablöse für Tottenham um das ein oder andere Millionchen anhoben. So geschehen bei Ètienne Capoue, einen mittelguten Defensivspieler, für den die Spurs stolze 11 Millionen Euro nach Toulouse überwiesen. Nach zwei allenfalls durchwachsenen Jahren ging der Franzose zum FC Watford. Für acht Millionen Euro. 

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