Die wichtigsten Fragen an den 21. Spieltag

Kein Maskenball

Warum sind im Borussia Park Karnevalsmasken verboten? Plädiert Allofs für den Ausschluss seines Vereins? Und wie geht's eigentlich Huub Stevens? Die wichtigsten Fragen an den 21. Spieltag.

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Wo menschelt es noch?
Der künftige Traditionsverein Rasenballsport Leipzig (ab dem Jahr 2109 n. Chr. etwa) setzt der kalten Logik des Kapitalismus, die auch im Fußball immer mehr um sich greift, ein Stück Menschlichkeit entgegen. Bei Rasenballsport Leipzig werden leitende Angestellte nicht schnöde auf die Straße gesetzt, sie werden schonend in die Arbeitslosigkeit begleitet.

Trainer Alexander Zorniger (Bilanz: zwei Aufstiege in zwei Jahren) hätte noch bis zum Sommer weiterarbeiten dürfen, hat dieses Angebot aber seltsamerweise dankend ausgeschlagen und von sich aus gekündigt. Macht aber nichts. Eine Abfindung bekommt er trotzdem - und zwar eine sehr gefühlvolle Abfindung, wie Oliver Mintzlaff, der zu Recht weltberühmte Vorstandsvorsitzende des künftigen Traditionsvereins (ab dem Jahr 2109 n. Chr. etwa), verkündet hat. Man fragt sich allerdings, wie eine gefühlvolle Abfindung aussehen könnte. Bekommt Zorniger künftig jede Woche einen großen Strauß redbullroter Rosen nach Hause geliefert?

Wo herrscht helle Aufregung?
Die Bundesliga befindet sich im Zustand fiebriger Nervosität, seitdem bekannt geworden ist, welche Erlöse die Premier League künftig aus dem Verkauf ihrer Fernsehrechte erwarten darf. Den Klubs wird nicht mehr sehr viel Geld zur Verfügung stehen, sondern (frei nach Pep Guardiola) sehr, sehr, sehr viel Geld. Markus Gisdol, Trainer des Niedriglohnvereins TSG Hoffenheim, hat bereits vor den globalen Auswirkungen des Deals gewarnt: »Das ist natürlich extrem. Da müssen wir schon aufpassen, dass da nichts verrutscht.«

Er hat damit allerdings nicht gemeint, dass die Maßstäbe verrutschen, wenn die Gehälter der Fußballer in noch unappetitlichere Höhen steigen. Gisdol hat vor allem seiner Angst Ausdruck verliehen, dass die englischen Klubs den deutschen demnächst die Fußballer abwerben könnten. Dabei ist die Lösung des Problems, wie auch die Bundesligisten (frei nach Pep Guardiola) mehr, mehr, mehr Geld vom Fernsehen bekommen, ganz einfach. »Es müssen einfach mehr Menschen Pay-TV schauen«, hat Klaus Allofs, der Manager des VfL Wolfsburg, verraten. Oder, um es mal auf den Punkt zu bringen: Allofs plädiert dafür, Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg aus der Bundesliga auszuschließen.