Die Vorschau auf den 32. Spieltag

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Der 32. Spieltag leitet das Ende des Fußballs ein, die Bayern sagen Ancelotti ab und Frankfurt erhält Unterstützung von der UN. Die Spieltagsvorschau.

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Augsburg - Köln
Wie man sich in Augsburg darauf vorbereitet, den Trainerposten neu zu besetzen? Ganz einfach: Indem man schon mal den Aufsichtsrat neu zusammenstellt. Frisches Mitglied ist nun unter anderem Marcus Höfl, Berater vom BeckenbauerFranz und Ehemann von Ex-Ski-Größe Maria Höfl-Riesch. Seine Aufgabe: Die Internationalisierung des Vereins vorantreiben, noch kennt in Europa nämlich keine Sau den kleinen FCA, auch wenn man mal in Anfield gastierte. Mit etwas Pech könnte Höfls Engagement allerdings ein kurzes bleiben, dass Zweitligisten nämlich eine Internationalisierungsstragie benötigen, ist schwer zu glauben.

Bayern - Gladbach
Die Gladbacher sind glücklich. Wie einfach es am Ende doch ist, gegen die Bayern ein Tor zu schießen, zeigte sich beim Sololauf des jungen Saul im Champions League Halbfinale. Bei der Borussia sucht man deshalb nun den Fohlen-Saul, sozusagen den nächsten Forrest Saul. Ob Xabi Alonso und Co. sich am Samstag jedoch erneut so auf den Hosenboden setzen lassen, ist fraglich, immerhin geht es ja um etwas. Die Münchner können am Samstag Meister werden, die Leopoldstraße füllen, Euphorie erzeugen und sich davon ins Champions-League-Finale tragen lassen. Oder sie verlieren gegen ihren Angstgegner Gladbach und gehen mental am Boden zerstört in das Spiel am Dienstag. Auch eine Möglichkeit.

Dortmund - Wolfsburg
Tja, das hatten sie sich anders vorgestellt, die Herren bei der DFL. »Lassen wird doch die Verfolger gegeneinander spielen am 32. Spieltag, das wird sicher spannend«, so rekonstruieren wir die Gespräche bei der Erstellung des Spielplans. Daraus ist leider nichts geworden, teilweise weil der BVB viel zu schnell Tuchels Tipps umsetzte, eigentlich aber, weil die Wolfsburger eine Rückrunde spielten, die sie näher an Hannover 96 als an die Champions League rückte. Somit treffen am Samstag um 15:30 zwei Bundesligavereine aufeinander, für die es um rein gar nichts mehr geht. Die DFL wird daraus lernen. Vielleicht.

Hannover 96 - Schalke 04
Die Definition eines »unrühmlichen Endes« erlebten die Hannoveraner am vergangenen Wochenende, als ein abgefälschter Schuss von Änis Ben-Hatira die Niedersachsen direkt vom Sofa in die zweite Liga schubste. Nach 14 Jahren Liga-Zugehörigkeit so abzusteigen, ist eine schmerzhafte Erfahrung. Umso praktischer, dass 96 am Wochenende auf Schalke 04 trifft, wo man sich mit schmerzhaften Erfahrungen wohl so gut auskennt wie nirgendwo anders. Die Hannover-Fans können sich am Samstagnachmittag also auf die schwarze Ledercouch legen und mit den blau-weißen Psychotherapeuten über ihr Trauma diskutieren. Und mit etwas Glück geben die Schalker dem Patienten noch ein paar Trost-Pünktchen in die Hand, bevor sie sich auf den Heimweg machen.

Hoffenheim - Ingolstadt
Aus der Serie »Duelle, die die »Sky«-Quoten nach unten drücken«: TSG gegen FCI, SAP gegen Audi, Hasenhüttl gegen Nagelsmann. Der Trainer der Ingolstädter steht derzeit im Fokus, weil er den Abschied nach Saisonende ankündigte. Am Donnerstag vermeldete der FC Ingolstadt, man hätte ein erstes Angebot aus der Bundesliga erhalten. Bloß: Von wem? Geht man nach dem Auschlussverfahren vor, sind Hoffenheim (wegen Nagelsmann) und Leipzig (weil noch kein Bundesligist) raus. Entweder hat also tatsächlich der FC Bayern Carlo Ancelotti abgesagt, oder Schalke 04 sucht bereits nach einem Nachfolger für Markus Weinzierl.