DIE ultimative Tabelle Europas: Das DID-Powerranking (22)

Der letzte seiner Art

Arsene Wenger steht bei Arsenal vor dem Aus. Derweil geschieht in Spanien Historisches. Was sonst noch in Europa los war, weiß die einzig wahre Tabelle: das DID-Powerranking. 

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Als es immer schlimmer wurde, entglitten Arsene Wenger für einen Moment die Gesichtszüge. Er holte tief Luft und sprach: »Wenn Sie Hosen tragen, können Sie die immer noch ausziehen. Wenn Sie aber komplett nackt sind, müssen Sie erstmal ein Shirt finden und sich dann wieder normal anziehen.«

Niemand konnte genau sagen, was der Arsenal-Boss mit diesem Statement wirklich sagen wollte. Es erinnerte an Reinhard Meys »Des Kaisers Neue Kleider« und den mahnenden Refrain »seht doch mal richtig hin, der arme Kerl ist splitternackt.«

Der letzte Trainer seiner Art

So entblößt und den permanenten Attacken der Medien ausgesetzt, so hatte sich Arsene Wenger seinen Abschied nicht vorgestellt. Wenn der Franzose Highbury in diesem Sommer verlassen wird, und wer mag daran noch zweifeln, geht der letzte Trainer seiner Art. Längst wurde seine Art , einen Klub zu führen, zu entwickeln und ihn durch Konstanz eine gewisse Nachhaltigkeit zu verschaffen, von der Zeit überholt.

Jürgen Klopps sieben Jahre beim FSV Mainz und dann bei Borussia Dortmund. Das ist beinahe schon das Maximum. Der moderne Fußball mit all seinen Errungenschaften, seiner Überallverfügbarkeit und dem damit einhergehenden Durst nach maximalem Erfolg hat uns zu Projektmanagern wie Pep Guardiola, Thomas Tuchel, Jose Mourinho und eben auch Jürgen Klopp geführt. Sie alle überziehen ihren jeweiligen Verein mit ihrer Identität, mit Ihrer Art Fußball zu leben, sich dabei zu erschöpfen, und dann weiterzuziehen.

Niemand erinnert sich noch an Guy Roux und seine Verbundenheit mit AJ Auxerre, der in 44 Jahren alle Höhen und Tiefen bei einem Verein durchlebte.

Wenger hat jeden Respekt verdient

In England ging erst Sir Alex Ferguson, der den Absprung gerade noch schaffte. Nun wird Arsene Wenger gehen. In 20 Jahren wird man sich mit Wehmut an die große Zeit der One-Club-Manager erinnern. Der Franzose hat jeden Respekt verdient. Auch wenn es in dieser Zeit Woche auch im DID POWER RANKING nach unten geht. Er wird es verkraften.

Historisch: Pablo Hernandez erzielte gestern zu später Stunde den 2.000 Treffer einer Heimmannschaft in der Spielzeit 2017-2018. Das 2:1 Siegtor im Spiel gegen Las Palmas fiel um 22:44 Uhr.

Der beste Angriff: Paris Saint-Germain (DID #2 / 3.07 Treffer pro Spiel); Manchester City (1/2.86); FC Barcelona (3/2.59)

Die beste Abwehr: Atletico (9 / 0.44 Gegentreffer pro Spiel); Barcelona (3/0.48); Juventus (4/0.58)

 Scheunentor: Benevento (98/2.31 Gegentore pro Spiel); Deportivo (88/2.11); Las Palmas (92/2.04)

Ohne Sturm: Sassuolo (84/0.57 Tore pro Spiel); Málaga (97/0.59); Benevento (98/0.69)

Tolle Unterhaltung: Real Sociedad (45/EF: 64.87); Real Betis (35/62.51); Dijon FCO (49/57.95)

Langweiliger wird es nicht: Montpellier (40/EF: 26.97); Atletico (9/27.48); FC Nantes (42/27.73)

Toreschnitt: Bundesliga 2.68 (-0.01); Ligue 1 2.63(-0.00); La Liga 2.69 (-0.06); Serie A 2.71 (+0.00); Premier League 2.69 (-0.01)

Tore insgesamt: 3551 Tore in 1325 Spielen. Davon 599 Heimsiege, 329 Unentschieden, 397 Auswärtssiege. Die Heimteams erzielten im Schnitt 1.509 Tore (-0.008), die Auswärtsteams 1.171(-0.009). Gesamt: 2.680 Tore (-0.017) pro Spiel.