DIE ultimative Tabelle Europas: Das DID-Powerranking (17)

Mit Geld gewedelt

UD Levante steht vor dem sportlichen Super-Gau. Helfen soll jetzt ein saudi-arabischer Superstürmer. Erkenntnisse wie diese im DID-Powerranking. 

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Stellen Sie sich das einmal vor. Ihr Verein dümpelt im DID POWER RANKING auf 84 vor sich hin, muss mit dem sportlichen Supergau, dem Fall hinter Benevento Calcio auf Rang 98 rechnen, und ihr Liga-Präsident kauft Ihnen einen neuen Spieler aus Saudi-Arabien.

Fahad Al-Muwallad ist 23 Jahre. Sieht ein wenig aus wie Pierre-Emerick Aubameyang und soll mit seinen Flügelläufen Levantes lahmliegenden Sturm wiederbeleben. Al-Muwallad war schon immer ein Talent. Einmal sprachen Barcelonas Scouts bei ihm vor, da war er noch im Kindergartenalter. So verschrieb er sein Leben Al-Ittihad und begeisterte dort schon in jungen Jahren mit seinem Tempo, seiner Technik, seinem Abschluss. Sein Tor im Spiel gegen Japan brachte sein Land zur WM 2018, und ihn nach Spanien.

Warum das alles?

Al-Muwallad ist einer von neun Saudis, die im Vorfeld der WM in Spanien Spielpraxis sammeln sollen. Yahia-Al Sheri, den asiatischen Messi, zieht es nach Leganes, und Salem Al Dawasari landet bei Villarreal. Sechs weitere Spieler verteilen sich auf Vereine der zweiten Liga. Saudi-Arabien zahlt die Gehälter.

Warum das alles? Im Oktober 2017 unterzeichnete die Saudi Arabia Football Federation einen Vertrag mit La Liga, in dem es genau um diese nun finalisierten Leihen ging. Ein paar Scouts kamen rüber, schauten sich die Spieler an und entschieden sich. Auch italienische Vereine können sich auf ähnliche Transfers freuen.

Köln hinter den Giganten

Verwundert fragt Forbes in dieser Woche: Was hat La Liga davon? Sie verweisen auf die nur 34 Millionen Einwohner. Und man möchte mit den Geldscheinen wedeln. Anschauen kann man sich die Spieler dann am 8. Juni in Leverkusen. Dort findet das letzte Länderspiel der Nationalmannschaft vor der WM statt. Natürlich gegen Saudi-Arabien.

Im DID POWER RANKING bleibt Barcelona an der Spitze, für Liverpool geht es zwei Plätze runter auf 9, für Lyon nach dem 2:1-Erfolg gegen PSG von 15 auf 11. Die Bundesliga enttäuscht weiter, begeistert jedoch mit mittlerweile 2.79 Toren pro Spiel. Montpellier sollte man immer noch meiden, Spiele von Real Betis sich hingegen anschauen. Köln bleibt auf 97, stellt aber mit drei Siegen aus drei Spielen den Anschluss an Giganten wie Hellas Verona und Crotone her.