DIE ultimative Tabelle Europas: Das DID-Powerranking (14)

Verschwörungstheorien

In Manchester fliegen Milchtüten, in Italien die Spieler vom Platz. Und vor der Bundesliga fürchtet sich niemand. Thesen und Träume - wie immer - im einzig wahren Ranking. Dem DID POWERRANKING. 

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Jose Mourinho war nicht glücklich. Bereits vor dem Spiel hatten ihn die Oasis-Lieder aus der Kabine der Citizens genervt. Jetzt, nach der 1:2 Niederlage und dem Aus im Titelrennen, ging es mit ihm durch. Er durchschritt die Katakomben, sah die Bilder der vergangenen United-Triumphe, und musste sich sein eigenes Scheitern eingestehen. Manchester City würde am Ende der Saison den Titel abstauben, das war klar. Guardiola, und nicht er, als der beste Trainer aller Zeiten gelten.

Als er an der Kabine der Citizens vorbeischritt, wurde es ihm zu viel. Sie verhöhnten den Stadtrivalen, sie gaben sich High-Fives, und hörten schon wieder Oasis. Mou, so berichten Augenzeugen, öffnete die Tür, und bat Keeper Ederson um »some fucking respect«.

Und Gallagher singt

Dieser erklärte ihm mit den Worten »Fuck Off« den Weg zu Tür. Dann, so erzählt man sich, als sich mittlerweile 15 Mann gegenüberstanden, sei eine Milchtüte in Richtung Mourinho geflogen. In der Kabine wurde sie nicht mehr gebraucht. Sie habe den Portugiesen verfehlt, sei an der Wand gelandet, dort zerplatzt, und der Inhalt habe sich dann über einen United-Mitarbeiter ergossen.

Im Hintergrund stellte sich Kevin De Bruyne auf seine Zehenspitzen, um etwas vom Kampf zu erhaschen. Weitere Flaschen flogen, oder nicht, je nach Erzählweise eben, und als Mikel Arteta die Katakomben verließ, lief Blut über sein Gesicht. Und irgendwo saß Liam Gallagher und sang: »But please don’t put your life in the hands of a Rock’n’Roll band who’ll throw it all away.« City bleibt im Powerranking auf 1, United geht runter auf die 11.

Unten in Italien verabschiedet sich Lazio aus den Top 10. Die 1:3-Niederlage gegen Torino, die von 51 auf 36 springen, sorgte für einigen Gesprächsstoff und fantastische Verschwörungstheorien. »Vier Spiele in Folge schon gab es klare Fehlentscheidungen gegen einen Verein. Fußball mag das schönste Spiel der Welt sein, und ich hoffe es nicht, aber nach diesen vier Wochen in Folge ... man denkt da schon an eine Verschwörung«, schimpfte Lazio-Boss Simone Inzaghi und bereits in der Halbzeit wütete Mittelfeldspieler Luis Alberto im TV: »Wollen die Leute Lazio nicht in den Top 4 sehen? Das ist unglaublich. Das war ein klarer Elfmeter. Wir stürmen gleich aus der Kabine und wollen gewinnen!«

»Wir haben ein Problem«

Was war überhaupt passiert? Schiedsrichter Piero Giacomelli verweigerte den Gastgebern erst einen Hand-Elfmeter, bemühte wenig später den VAR und schickte Ciro Immobile in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit für einen Kopfstoß in die Kabine. In der zweiten Halbzeit kassierte Lazio, immer noch wutschnaubend, drei Treffer in 19 Minuten. Zwischendurch antwortete Luis Alberto. Doch das war es. Niederlage, Absturz im DID POWERRANKING. »Das ist ein Riesenskandal«, bilanzierte Sportdirektor Igli Tare nüchtern. »Wir haben alle die Bilder gesehen. Der Ball wurde klar mit der Hand gespielt. Der VAR hätte eingreifen müssen. Aber tat das dann nur bei Immobile. Torino hat dann verdient gewonnen, aber heute wurde Lazio geschadet und wir verlangen Respekt! Das kann einmal, zweimal passieren. Aber wenn es zur Gewohnheit wird, dann haben wir ein Problem.«