DIE Tabelle Europas: Das DID-Powerranking (8)

Kranker Scherbenhaufen

Der erfolgreichste Fußball dieser Zeit muss nicht unbedingt attraktiv sein. Und angeblich attraktiver Fußball nicht erfolgreich. Das bekommen die Dortmunder dieser Tage zu spüren. Jetzt auch im DID POWER RANKING. 

imago

Weit aus dem Fenster lehnten sich am vergangenen Wochenende die Bosse des börsennotierten Fußballvereins Borussia Dortmund. Während Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke das aufkommende Krisengerede nur noch »krank« fand, erklärte Sportdirektor Michael Zorc die Kritiker des niederländischen Trainers Peter Bosz für »schizophren«.

Noch wussten sie nicht, dass die Dortmunder Ergebniskrise im DID POWER RANKING die Borussen aus den Top 10 stürzen würde, sondern vielmehr auch hinter die unter dem beliebten Erfolgscoach Jupp Heynckes endlich in die Erfolgsspur zurückgekehrten Bayern. Für den bayrischen Superklub geht es hoch auf 12, dann kommt Valencia, die Sebastian Stier heute hier an andere Stelle abfeiert.

Klopp vor einem Scherbenhaufen

Für den BVB geht es um sieben Plätze runter auf 14, mit Blick auf einen weiteren Absturz. So geht Krise, wenngleich die Fans der Reds aus Liverpool das vermutlich als »krank« bezeichnen würden.

Nach knapp über zwei Jahren steht dort Trainer Jürgen Klopp vor dem Scherbenhaufen seiner Transferpolitik. Gegen Tottenham, die es sich endgültig in den Top 10 gemütlich machen, hagelte es wieder einmal Gegentore. Man habe sie verhindern wollen, und man hätte sie verhindern können, erklärte sogleich Spielmacher Philippe Coutinho im Interview mit dem US-Sender ESPN Brasil. Aber sie wurden nicht verhindert, und so erzählte Klopp seiner Truppe von seinen eigenen Verteidigungskünsten. Im DID POWER RANKING geht es für eine der schwächsten Verteidigungen Europas um acht Plätze runter auf Platz 32.

Überraschungen aus Italien

Und damit immer weiter weg vom europäischen Thron, der in dieser Woche vom unermüdlichen katalanischen Freiheitskämpfer Pep Guardiola und seiner bescheidenen Millionenelf von Manchester City eingenommen wird. Bereits unter der Woche siegten die Citizens im DID POWER RANKING-Spitzenduell gegen Napoli, nun legte die furios aufspielende Scheich-Elf im Aufeinandertreffen mit Burnley nach.

Hinter Pep reiht sich sein alter Klub Barcelona mit Lionel Messi, dem zweitbesten Spieler der letzten Jahre, ein. Bemerkenswert weiterhin die Präsenz der wiedererstarkten Serie A, die mit gleich vier Teams in den Top 10 vertreten ist, und mit Abstand den besten Toreschnitt aller Ligen beibehält. Mit Chievo Verona, Atalanta und Fiorentina kommen auch die Aufsteiger der Woche aus Europas Süden.

Unterbewertetes Leverkusen

Dass es ohne Tore auch geht, beweisen Woche für Woche die Mittelklasseteams aus Leganes und Nantes. Mag es ihnen auch an Attraktivität und Entertainment mangeln, so liefern sie solide Spiele ab und platzieren sich erneut auf den guten Plätzen 26 und 27. Montpellier steigt mit ähnlich trägem Spiel von 50 auf 41.

Weiter gnadenlos unterbewertet bleibt Heiko Herrlichs Bayer Leverkusen, deren 5:1-Auswärtssieg gegen Heckings Fohlen sie immerhin nach langer Zeit zurück auf die erste Seite des DID POWER RANKING führt. The only way für Bayer bleibt up.

Ganz tief unten, weit von den Top 50 entfernt, befinden sich die Teams aus Nizza (58), Las Palmas (83), Hamburg (88) und Lille (89) weiter im freien Fall. Für die sportdirektorlosen Kölner hingegen geht es nach dem 0:0 gegen Bremen, eine der langweiligsten Mannschaften aller Zeiten, von 97 auf 96. Katastrophal ist das immer noch. Wie krank.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!