DIE Tabelle Europas: Das DID-Powerranking (7)

Platz an der Sonne

Kaum ist der deutsche Fußball entschlüsselt, fallen wieder Tore. Da träumt auch Lucien Favre von einer Bundesliga-Rückkehr. Und Per Mertesacker erzielt einen historischen Treffer. Das DID POWER RANKING erklärt Europa. 

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Christoph Biermann hat es nicht leicht. Kaum entschlüsselt der Betreiber des Fußballsalons im Deutschen Theater Berlin die Krankheit der Liga, die sich in ein große, behäbige und wenig kreative Pressingmaschine verwandelt hat, fallen im deutschen Oberhaus 33 Tore an einem Spieltag.

Aus nur 2.44 Toren pro Spiel werden »immerhin« 2.60 Tore pro Spiel. Und jetzt da Candos Bayern endlich rollen, da der BVB nicht mehr nur Tore schießen, sondern auch kassieren und der FC Augsburg weiter die größte Sensation seit dem SC Freiburg bleibt, können wir uns in den nächsten Wochen auf Tore, Spiele, Demonstrationen freuen.

Diese bleiben weiter umstritten. Der von wütenden deutschen Journalisten als billiger Marketing-Bluff enttarnte Kniefall von Berlin, brachte Hertha somit erneut nur Hohn und Spott ein. Ganz anders als RB Leipzig, die mit ihrem POWER-Fußball weiter für die erfrischend offene Art ihres Erfinders Mateschitz stehen.

Schalke 04 ist der Aufsteiger der Woche

Im DID POWER RANKING bleibt Hertha nach der 0:2 Niederlage ebenfalls unter ferner liefen, standen aber immerhin dem Aufsteiger der Woche, dem FC Schalke 04, gegenüber. Für die Königsblauen geht es 10 Plätze hoch auf 38, nur knapp hinter den in einem grandiosen Derby besiegten AC Milan, der Leganes, das langweiligste Team Europas an sich vorbeiziehen lassen muss.

An der Spitze erobert Sarris Napoli die Tabellenführung. Der 1:0-Erfolg bei AS Rom und das enttäuschende und glückliche 1:1-Unentschieden Barcelonas im chinesischen Nationalstadion zu Madrid langte für den erneuten Sprung an den Platz an der Sonne. Direkt dahinter folgt, mit einigem Abstand, Guardiolas Manchester City, die durch einen 7:2-Erfolg gegen Stoke ihre Transferausgaben rechtfertigten. Am heutigen Dienstag trifft Pep auf Sarri. Es ist ein echtes Spitzenspiel.

Wenig Erhellendes aus Frankreich, wo Paris Saint-Germain gewinnt, AS Monaco stolpert und Lucien Favre nach der 0:2-Niederlage in Montpellier mit Nizza aus den Top 50 fällt und vom Westfalenstadion träumen dürfte.

Arsenal stürzt ab

Ganz andere Träume wurden an diesem Wochenende den Anhängern von Arsenal erfüllt. Zwar geht es für sie (25 / 60.29) nach der 1:2-Niederlage bei Watford (26 / 59.94), die der Wenger-Truppe nach ihrem ersten Heimsieg ordentlich auf die Pelle rücken, sieben Plätze runter auf 25, doch immerhin gelang den Gunners durch Per Mertesacker der erste Auswärtstreffer der Saison. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Hoffnung machen. Ohne Auswärtstor bleiben Crystal Palace (93 / 21.63) und das mittlerweile schon abgeschlagene Málaga (96 / 11.82).

Für Newcastle United (45 / 49.66) geht es nach einem 2:2 bei Southampton (60 / 41.61) zwar einige Plätze runter, sonst aber spannenden Zeiten entgegen. Wie bereits im vergangenen DID POWER RANKING angedeutet, hat sich Eigentümer Mike Ashley entschlossen, den Verein in andere Hände zu übergeben. »Schon wieder«, schreibt Spiegel Online, doch wenn man in der Partnerstadt Gelsenkirchens nachfragt ertönt dort eher ein fröhliches »endlich.«

In Deutschland, denkt man sich da, wird manchmal in zu engen Grenzen gedacht. Zum Glück gibt es das DID POWER RANKING.  

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