Die spannendsten Talente beim Afrika Cup (2)

Afrikas unentdeckte Perlen

Der Afrika Cup ist in vollem Gange. Höchste Zeit, einen Blick auf die größten Talente des Kontinents zu werfen. Im zweiten Teil der Serie: der Michael Essien Gabuns und ein Togolese, der in Deutschland kickt.

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Didier Ndong (Gabun, 22 Jahre) 
Satte 20 Millionen ließ sich der AFC Sunderland die Dienste des zentralen Mittelfeldspielers kosten, als die Black Cats den Gabuner im vergangenen Sommer aus Frankreich vom FC Lorient loseisten. Dass die hiesige Fangemeinde von dem vereinsinternen Rekordtransfer noch nichts gehört hatte, störte den blondierten Ndong keineswegs. »Vielleicht kennen mich die Sunderland-Fans noch nicht, aber ich verspreche, dass sie schnell erkennen werden, dass ich alles für sie und den Klub geben werde«. 

Ndong hielt Wort und wurde schnell zum unverzichtbaren Stammspieler in Sunderland. Zu den Stärken des Sechsers zählen seine Schnelligkeit und seine Zweikampfstärke. So wird Ndong bereits mit Michael Essien verglichen. 

Diese Fähigkeiten machen Ndong zu einem der Aushängeschilder des Afrika-Cup-Gastgebers neben Superstar Pierre-Emerick Aubermeyang, Mario Lemina von Juventus Turin und Coach José Antonio Camacho. Beim drittletzten der Premier League hofft man dagegen, dass sich Gabun früh aus dem Wettbewerb verabschiedet und Ndong schnell wieder bei der Mission Klassenerhalt mithelfen kann. 



Ihlas Bebou (Togo, 22 Jahre)

Ilhas Bebou kam im Alter von elf Jahren mit seiner Familie aus Togo nach Düsseldorf. Nach Stationen bei kleineren Vereinen in der Umgebung wechselte Bebou in die A-Jugend der Fortuna. Der flinke, dribbelstarke Rechtsaußen hatte schon kurz nachdem er zum Profikader der Düsseldorfer gehörte mit extremen Verletzungspech zu kämpfen. So fiel er von Juli 2013 bis März 2015 - erst mit einem Schädelbruch und später mit einem Knorpelschaden - fast durchgehend aus.

In dieser Spielzeit läuft der uneigennützige Konterspieler zu Bestform auf - hat wettbewerbsübergreifend schon fünf Tore und ebenso viele Vorlagen auf dem Konto. Ob Bebou mit der Fortuna auch in die Rückrunde geht, ist dagegen noch offen. Verhandlungen über eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags hatte sein Berater abgebrochen.