Die schlechtesten Saisonstarts aller Zeiten

Gibt es noch Hoffnung?

Pechvogel Ballack
So hatte sich Michael Ballack seine Rückkehr zu Bayer Leverkusen bestimmt nicht vorgestellt: Bereits am dritten Spieltag verletzte sich der damalige Kapitän der Nationalmannschaft. Die Diagnose: Feine Fraktur im Schienbeinkopf und eine Ausfallzeit von sechs Wochen. Dabei war Ballack gerade erst mit großem Tam Tam  beim Werksklub empfangen worden. Trainer Jupp Heynckes versprach: »Ballack wird die Attraktion der Bundesliga«. Doch ein paar Wochen später war klar, dass Leverkusen längere Zeit ohne den 34-Jährigen auskommen muss. Schlussendlich fehlte der Capitano 112 Tage. Sportdirektor Rudi Völler hatte trotzdem kein Mitleid: »Der Michael muss das wegstecken und wieder aufstehen.« 

Der Letzte wird der Erste sein
Dass auf einen miserablen Saisonstart nicht automatisch eine katastrophale Saison folgen muss, bewies Borussia Mönchengladbach eindrucksvoll. In der vergangenen Spielzeit erreichten die Gladbacher zum zweiten Mal hintereinander die Champions League. Dabei standen sie nach fünf Spieltagen mit null Punkten noch auf dem letzten Tabellenplatz. Trainer Lucien Favre schien völlig ratlos und nahm schließlich seinen Hut - entgegen dem Wunsch des Vereins, der gerne mit dem Erfolgstrainer weiter gemacht hätte. Was dann passierte, war aber umso überraschender. Interimscoach André Schubert kam, sah und siegte. Ganze sechs Mal in Serie. Und stellte damit den Bundesliga-Debütantenrekord von Willi Entenmann ein, der 1986 mit dem VfB Stuttgart auch seine ersten sechs Erstliga-Spiele gewonnen hatte. Am Ende fanden sich die Gladbacher auf einem respektablen vierten Platz wieder. Es gibt also noch Hoffnung, oder Bremen?