Die Saisonvorschau 2014/15: FSV Mainz 05

»Zum Sonnenaufgang werde ich siegen«

Wäre diese Mannschaft ein Lied wäre, dann dieses:
»Luciano Pavarotti - Nessun dorma«
Wir leiden mit den Mainzern, verkriechen uns auf die Couch, kuscheln uns in eine Wolldecke ein und schmeißen den Schallplattenspieler an. Dann hören wir uns Luciano Pavarottis »Nessun dorma« an, dieser sehnsuchtsvoller Schrei nach dem Erfolg... Ihr wisst gar nicht, worum es in »Nessun Dorma« geht? Okay, kurze Erklärung für alle Nicht-Opern-Gänger: Der fremde Prinz Kalaf gewinnt die Prinzessin Turandot als Gemahlin. Die ist wenig begeistert. Kalaf stellt ihr jedoch in Aussicht, sie vom Heiratsversprechen zu entbinden, wenn sie bis Sonnenaufgang seinen Namen herausfinden würde. Daraufhin befiehlt Turandot, dass niemand schlafen dürfe. Jeder sollte nach dem Namen fahnden. Wir übertragen: Auch Mainz ist auf der Suche. Nach Erfolg, nach der Form, nach dem Rezept gegen die Krise, nach dem Rückhalt beim Anhang, nach einem Ersatz für Nicolai Müller. Aber keine Sorge, liebe Mainzer. Ein Happy End ist nicht ausgeschlossen:

Dilegua, o notte! Tramontate, stelle!
Tramontate, stelle! All'alba vincerò!
Vincerò! Vincerò!

Verschwinde, oh Nacht! Geht unter, Sterne!
Geht unter, Sterne! Zum Sonnenaufgang werde ich siegen!
Werde ich siegen! Werde ich siegen!



Das 11FREUNDE-Orakel:
Zum Glück könnte alle Schwarzmalerei schon am ersten Spieltag vorbei sein, wenn Mainz 5:0 in Paderborn gewinnt, Kasper Hjulmand und Christian Heidel sich um den Hals fallen, die Fans singen »Oh, wie ist das schön« und Kapitän Nikolce Noveski in die Kameras sagt: »Ich habe es immer schon gewusst.« Die Betonung liegt auf »wenn«! Aktuell sieht es eher nicht danach aus. Mainz muss sich dringend in der Offensive verstärken. Hoffnungsträger Djuricic ist sicher talentiert, braucht aber Zeit. Und die Kollegen Schahin, Polter und Sliskovic sind den Beweis ihrer Erstligatauglichkeit noch schuldig geblieben. Bei den ersten kleineren Verletzungen droht der Kollaps. Holt Mainz noch eine Verstärkung und findet das Team eine Linie, wird der FSV mit dem Tabellenkeller nichts zu tun haben. Zu mehr als Platz elf reicht es trotzdem nicht.