Die Rekorde des Cristiano Ronaldo

Ein »R« gegen alle

Cristiano Ronaldo bricht derzeit alle Rekorde. Selbst im Vergleich mit ganzen Mannschaften schneidet der Top-Stürmer von Real Madrid besser ab. Deshalb muss nun auch Liverpool zittern.

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Die Nummer 7 von Real Madrid stürmt über den linken Flügel, kriegt den Ball von Isco direkt in den Lauf gepasst, tänzelt am ersten, dann am zweiten Abwehrspieler von UD Levante vorbei, holt aus und schießt den Ball ins linke Toreck. Das Netz flattert, der 29-Jährige breitet seine Arme aus, wie ein Adler seine Flügel kurz bevor er abhebt, und rennt aus dem Strafraum hinaus. Er dreht sich im Halbkreis zu einer Pirouette, nur um dann breitbeinig wie ein Stier auf dem Rasen zu landen und sich von seinen Teamkollegen feiern zu lassen. Cristiano Ronaldo hat das dritte Tor in der 61. Minute im Spiel Real Madrid gegen UD Levante in der Primera División geschossen, und er feiert es wie sein allererstes. Vielleicht ist das das Geheimnis von »CR7«.

Das Spiel am vergangenen Wochenende endete 5:0 für Madrid, ein weiterer Sieg für den spanischen Champions-League-Sieger, ein weiterer Rekord für Ronaldo. Denn mit dem 3:0 schoss der 29-Jährige sein 15. Ligator. Damit stellt der Portugiese einen 71-jährigen Rekord ein. Zuletzt erzielte Esteban Echevarria 1943/1944 in den ersten acht Saisonspielen 14 Tore.

22 Hattricks in der Primera División!

Ronaldo kam verletzungsbedingt sogar in nur sieben Spielen zum Einsatz und schoss jetzt trotzdem Tor Nummer 15. Soviele wie Neymar und Lionel Messi zusammen. Schon der zweite Liga-Rekord des 29-Jährigen, der erst vor drei Wochen seinen 22. Hattrick in der Primera División schoss und so den Rekord von Alfredo di Stéfano und Telmo Zarra einstellte.

Cristiano Ronaldo, das heißt: Rechts-rechts-links-Schuss-Rekord, so einfach wie eine Tastenkombination bei FIFA 15 spielt sich Cristiano Ronaldo derzeit von Spiel zu Spiel. Eigentlich könnte man das Wort »Rekord« in »Ronaldo« umbenennen. Sogar die Konkurrenz erkennt an: »Er ist ein unglaublicher Spieler, eine Tormaschine«, sagte Chelsea-Trainer José Mourinho kürzlich im Interview mit der französischen Sportsendung »Téléfoot«, »es wird nie wieder einen wie ihn geben«.

In der Form seines Lebens

Schon bei seinem Wechsel von Manchester United zu Real Madrid vor fünf Jahren klingelte es gewaltig in der britischen Kasse – die Spanier mussten 94 Millionen Euro Ablösesumme für Ronaldo auf das United-Konto überweisen. Rekord! Kurz darauf kamen bei seiner offiziellen Vorstellung im Santiago Bernabéu-Stadion 80.000 Zuschauer, 5000 mehr als 1984 bei Diego Maradona beim SSC Neapel. Rekord! Der aktuelle Weltfußballer des Jahres ist zweifelsohne in der Form seines Lebens. Würde ihn jemand von Real abwerben wollen, müsste er eine Milliarde Euro bezahlen, auch das ein Rekord! Noch nie war ein Spieler so teuer! Und selten so beliebt. Ronaldo ist mehr als ein Fußballer, er ist ein Popstar, ohne Pop, aber dafür mit viel Glamour. Ein Beweis dafür ist, dass nur Shakira mehr Facebook-Fans weltweit hat als er. Denn auch im Netz stellt  »CR7« Bestmarken auf: Seit letzter Woche weiß er über 100.000.000 digitale Fans hinter sich.