Die Regionalliga-Relegation – eine Ungerechtigkeit

Nur ein halber Aufsteiger

Rainer Milkoreit, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands, unterbreitete vor kurzem einen neuerlichen Reform-Vorschlag. Die sechs Mannschaften könnten ja auch in zwei Dreiergruppen die drei Aufstiegsplätze ausspielen, um zu garantieren, dass sich die stärksten Vereine durchsetzen. »Die Zahl der Aufsteiger verändert sich jedoch nicht«, schob er aber sogleich nach. Auf viel Gegenliebe stieß der Vorschlag deshalb bei den betroffenen Vereinen nicht: Auch in Zukunft blieben dann mindestens zwei Regionalliga-Meister auf der Strecke.

So waren auch die Standing Ovations für Lottes Trainer Walpurgis eher aufmunternd gedacht. Denn Lotte muss nun einen weiteren Anlauf nehmen, nachdem die Mannschaft vier Mal in Serie knapp am Drittliga-Aufstieg scheiterte. Doch die Aufgabe wird nicht leichter. Neben Vereinen wie Rot-Weiß Oberhausen, Fortuna und Viktoria Köln oder Rot-Weiß Essen spielen in der starken Regionalliga West im nächsten Jahr wohl auch die beiden finanziell angeschlagenen Absteiger Alemannia Aachen und MSV Duisburg, dazu kommt der KFC Uerdingen aus der Oberliga zurück. »Dass es in so einer starken Wettbewerbsliga nur einen halben Aufsteiger gibt, kann einfach nicht sein«, geißelte Walpurgis mit hochrotem Kopf ein letztes Mal die Regelung.

Nix wie raus aus der vierten Liga!

Viel mehr war nicht zu sagen. Zorniger musste dringend den Mannschaftsbus bekommen. Das Nummernschild (L-RB 4321) hatte Mittelfeldspieler Dominik Kaiser schon überarbeitet und die »4« überklebt. Und Timo Röttger sagte stellvertretend: »Es ist einfach geil. Wir sind aufgestiegen, egal wie, das war der schwierigste Schritt.« Denn ab sofort kann RB auch mal als Tabellendritter eine Liga aufsteigen um sein Ziel Bundesliga schnell zu erreichen. Das Motto der etwas hektischen Abreise zurück nach Leipzig war: Nix wie raus aus der vierten Liga. Sie hatte aber auch einen praktischen Grund: Die Mannschaft wollte den Sonderzug der Fans abfangen, um mit dem eigenen Anhang zurück nach Leipzig zu fahren.

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