Die No-Names der Europa League Qualifikation

The Who?

Da muss selbst Alleskenner Berti Vogts ganz genau überlegen. Die Teilnehmer der Europa League Qualifikation 2010/11 haben es mal wieder in sich. 11FREUNDE nennt die zehn größten No-Names der Quali-Runde. Die No-Names der Europa League Qualifikation Sibir Nowosibirsk (vs. Eindhoven):
Eindhovens Anhänger müssen sich, so sie denn die Muße haben, auf eine lange Reise gefasst machen. Vor ihnen liegen 5811 Kilometer. Sie treffen auf den FK Sibir Nowosibirsk, der erst seit 2006 diesen Namen trägt. 1936 wurde der Verein gegründet und änderte bis heute zehnmal den Namen (u.a. Sturmvogel Nowosibirsk, Flügel der Sowjets Nowosibirsk oder, sehr schön, Sibirisches Elektro-Schwermaschinenwerk Nowosibirsk). Erst 2009 schafften sie den Aufstieg in die erste russische Liga.

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(Galatasaray Istanbul vs.) Karpaty Lwiw
Galatasaray trifft auf den ukrainischen Fußballverein Karpaty Lwiw, der sonst gegen ruhmreiche Vereine wie Dnipro Dnipropetrovsk, Kryvbass Kryvyi Rig oder Metalurg Zaporizhya spielt. Die beiden Mittelfeldspieler Khozanov und Khudobyak gelten als die Stars der Mannschaft. Zu ihrer Philosophie schreibt der Verein auf seiner Homepage: »Karpaty may loose on the football field, but Karpaty's players will never give up the fight.« Hooligans dürften die martialischen Worte Tränen in die blauen Augen treiben.

(Borussia Dortmund vs.) Qarabag Agdam
  Der FK Qarabağ Ağdam ist vierfacher aserbaidschanischer Meister und Pokalsieger. Der Klub ist in Baku, Hauptstadt Aserbaidschans, ansässig. Teuerster Spieler: Der albanische Innenverteidiger Admir Teli mit einem Marktwert von 1.000.000 Euro. Der Verein hat sogar eine eigene Facebook-Seite, die sechs Leuten gefällt. Sollten die Fans, die sonst die Dortmunder Südtribüne belagern, zum Rückspiel anreisen, könnte es eng werden. Das Tofig Bakhramov Stadium (benannt nach dem Wembley-Tor-Linienrichter von 1966) hat ein Fassungsvermögen von 5.000 Leuten. Zur Erinnerung: Die Südtribüne hat Platz für etwa 24.000 Fans. 

(SSC Neapel vs.) IF Elfsborg Boras
IF steht für Idrottsföreningen und bedeutet so viel wie Sportsverein. Dieser Sportverein kommt aus der südschwedischen Stadt Boras. Zu den größten Erfolgen zählen fünf schwedische Meistertitel, zwei Pokalsiege und ein Gewinn des schwedischen Supercups. Im Rückspiel müssen sich die Italiener auf Kunstrasen einstellen. Dieser wurde 2005 im modernsten Stadion Schwedens, der Borås Arena, verlegt und sorgt dafür, dass ganzjährlich der Ball rollen kann.

Györi ETO FC (vs. Dinamo Zagreb)
Hinter dem Buchstabensalat steckt der ungarische Fußballklub »Győri Egyetértés Torna Osztály Football Club«. ETO FC wurde dreimal ungarischer Meister, viermal ungarischer Pokalsieger. Die europäische Fußballbühne ist alsokein Neuland für den Klub aus Györ. 1964/65 erreichten sie sogar das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister und scheiterten erst an Eusebios Benfica Lissabon.



(Bayer Leverkusen vs.) Tawrija Simferopol
Schöne Idee, um den ungeliebten Kollegen im Reisebüro wegzuekeln: Beim ukrainischen Leverkusen-Gegner Tawrija Simferopol nach Gründen suchen, Stadt und Klub mal einen Familienbesuch abzustatten. Der 1958 gegründete Verein gilt  als böser Bube der Europa League Quali: Soll eng mit der ansässigen organisierten Kriminalität zu haben, Mitglieder der Bande »Bashmiki« (zu deutsch: »Schuh«) haben nicht nur Dauerkarten für Tawrija, sondern auch 50 nachgewiesene Morde auf dem Konto und der ehemalige Präsident Viktor Karasev wurde 2007 zu sieben Jahren Haft wegen Brandstiftung und dem Einsatz illegaler Waffen verurteilt. Um das Ganze abzurunden: Der einzige Titelgewinn 1992 wurde von heftigen Bestechungsvorwürfen begleitet. Nett.

FC Vaslui (vs. OSC Lille)
Das Kücken unter den Qualifikationsteilnehmern heißt FC Vaslui und kommt aus dem schönen Rumänien. Erst 2002 wurde aus Victoria Galaţi der FC Vaslui. Quali-Erfahrungen bestehen dennoch reichlich: In der letzten Ausgabe des UI-Cups (Gott hab ihn selig), bezwang Vaslui 2008 den aserbaidschanischen Klub Neftchi Baku noch mit 2:0 im Rückspiel (Hinspiel: 1:2) und schaffte es in die zweite Qualifikationsrunde des UEFA-Cups. 2007 trat der gute alte Dorinel Munteanu noch mal ein Jahr lang als Spielertrainer für Vaslui gegen den Ball.

(ZSKA Sofia vs.) The New Saints
Eigentlich schade, dass der kommende Gegner von ZSKA Sofia nicht seinen vollständigen Vereinsnamen auf dem Trikot spazieren trägt. Er lautet: The New Saints Llansantffraid-ym-Mechian-Oswery. Wie gesagt: Schade. Die Namensgebung des Klubs ist fast ebenso kompliziert, wie der Name selbst: Der Klub entstand 2003 aus einer Fusion zwischen dem 1959 gegründete FC aus der 950-Seelen-Gemeinde Llansantffraid in den walisischen Powys sowie dem Town FC aus dem 13 Kilometer entfernten Städtchen Owestry, das wiederum zu England gehört. Aus Llansantffraid FC war inzwischen, dank eines reichen Telekommunikationunternehmers aus Owestry – Mike Hallis – der Total Network Solutions Llansantffraid FC geworden; Hallis hatte sich die Namensrechte für 250.000 Pfund erkauft. Erst 2006, drei Jahre nach der Fusion zwischen Total Network Solutions Llansantffraid FC und Oswestry Town (ursprünglich 1860 gegründet und damit einer der ältesten Fußball-Vereine der Welt), wurde – weil die British Telecom inzwischen den Hauptsponsor Total Network Solutions (wir erinnern uns: der Laden von Mike Hallis) geschluckt hatte – der Klub, wie wir ihn heute bestens kennen: The New Saints Llansantffraid-ym-Mechian-Oswery. Das sowohl The New Saints, als auch Total Network Solutions das gleiche Kürzel besitzen, ist ganz sicher nur ein dummer Zufall.

(AZ Alkmaar vs.) FK Aqtöbe
Fans von Werder Bremen werden sich vielleicht noch an den Klubs aus Westkasachstan erinnern, vor einem Jahr schafften die Hanseaten mit zwei Siegen (6:3, 2:0) den Einzug in die Europa League. 1967 als Aktjubinez gegründet, durfte auch der FK Aqtöbe in den vergangenen Jahren das in Regionen der ehemaligen Sowjetunion äußerst beliebte Spiel der regelmäßigen Namensänderungen mitmachen. Ob Aqtöbemunai, Aqtöbe-Lento oder eben FK Aqtöbe – hier kommt jeder Freund des kasachischen Fußballs auf seine Kosten!

(FC Villareal vs.) FK Dnjapro Mahiljou
Allesfahrer vom FC Villareal werden sich bei der Auslosung gefreut haben: Der 1960 gegründete weißrussische Klub FK Dnjapro Mahiljou liegt – laut Routenplaner – exakt 3440 Kilometer von Villareal entfernt. Wer zügig fährt, dürfte die Strecke locker in anderthalb Tagen schaffen. Hier unser Routentipp für eine sichere Fahrt:

1.    Nordwesten auf Calle del Conde Albay Richtung Calle del Obispo Rocamora       
2.    Dem Streckenverlauf folgen bis Calle de la Comunión   
3.    Bei Calle de Vicente Sánchiz rechts abbiegen       
4.    Dem Streckenverlauf folgen bis Carrer de Joan Baptista Llorens       
5.    Dem Streckenverlauf folgen bis Calle de Joan Llorens   
6.    Im Kreisverkehr zweite Ausfahrt (Av de Castellón) nehmen
Den Kreisverkehr passieren
7.    Im Kreisverkehr dritte die Ausfahrt N-340 nehmen       
8.    Bei der Gabelung links halten und weiter Richtung N-340 auf N-340       
9.    Die Auffahrt nach CV-16/Castelló (sud)/L'Alcora/CV-10/Almenara/CV-17/Ribesalbes/E-15/AP-7/Valencia/Barcelona nehmen       
10.    Im Kreisverkehr Ausfahrt AP-7 nehmen
Teilweise gebührenpflichtige Straße
11.    Bei Gabelung rechts halten, Schildern nach Barcelona folgen und AP-7 nehmen
Teilweise gebührenpflichtige Straße
12.    Bei Ausfahrt E-15/AP-7 Richtung Barcelona/E-9/Terrassa/C-16/Manresa/Girona fahren       
13.    Ausfahrt Richtung E-15/AP-7       
14.    Bei Gabelung rechts halten, Schildern nach E-15/AP-7/Girona/França/Francia folgen und E-15/AP-7 nehmen
Teilweise gebührenpflichtige Straße   
15.    Dem Streckenverlauf folgen bis A-7       
16.    Dem Streckenverlauf folgen bis E-15/AP-7 (Schilder nach La Jonquera)
Gebührenpflichtige Straße
Sie sind jetzt in Frankreich
17.    Dem Streckenverlauf folgen bis A9
Teilweise gebührenpflichtige Straße
Blitzgeräte ab 3,0 km   
18.    Ausfahrt Richtung A7
Gebührenpflichtige Straße
19.    Bei Gabelung links halten, Schildern nach A9/Bollène/Montélimar/Valence/Lyon folgen und A7 nehmen
Teilweise gebührenpflichtige Straße
Blitzgerät nach 98,5 km
20.    Dem Streckenverlauf folgen bis A6 (Schilder nach Paris)
Teilweise gebührenpflichtige Straße
Blitzgerät nach 86,2 km
21.    Dem Streckenverlauf folgen bis E21 (Schilder nach A31/E17/A5/Lille/Metz-Nancy/Dijon/Besançon)
Gebührenpflichtige Straße
22.    Dem Streckenverlauf folgen bis A31
Gebührenpflichtige Straße
23.    Bei Ausfahrt A36/E60 Richtung Mulhouse/Besançon/Dole fahren
Weiter auf A36
Teilweise gebührenpflichtige Straße
Blitzgeräte ab 135 km
Sie sind jetzt in Deutschland
24.    Dem Streckenverlauf folgen bis A36       
25.    Ausfahrt Richtung A5       
26.    Bei Ausfahrt 66-Dreieck Neuenburg links in A5 Richtung Karlsruhe/Stuttgart/Freiburg einfädeln       
27.    Bei Ausfahrt 40-Kreuz Walldorf in A6 Richtung Heilbronn einfädeln       
28.    Bei Ausfahrt 60-Kreuz Nürnberg-Ost in A9 Richtung Bamberg einfädeln       
29.    Dem Streckenverlauf folgen bis A10       
30.    Bei Ausfahrt 1-Dreieck Spreeau Richtung Warschau (Ger)/Warszawa (Ger)/Frankfurt (Oder)/A12 fahren       
31.    Auf E30       
32.    Dem Streckenverlauf folgen bis A12
Sie sind jetzt in Polen
33.    Dem Streckenverlauf folgen bis Route 2/E30
Den Kreisverkehr passieren
34.    Im Kreisverkehr erste Ausfahrt (Route 305/E30) nehmen
35.    Bei E30 links abbiegen
Teilweise gebührenpflichtige Straße
36.    Links halten bei Prymasowska
Den Kreisverkehr passieren
37.    Dem Streckenverlauf folgen bis Podgrodzie       
38.    Dem Streckenverlauf folgen bis Zamkowa       
39.    Bei Poznańska rechts abbiegen       
40.    Dem Streckenverlauf folgen bis Е30       
41.    Rechts halten, um auf Е30 zu bleiben
Den Kreisverkehr passieren
42.    Rechts halten, um auf Е30 zu bleiben       
43.    Im Kreisverkehr erste Ausfahrt (Marcina Kasprzaka) nehmen       
44.    Dem Streckenverlauf folgen bis Prosta       
45.    Bei Towarowa rechts abbiegen       
46.    Bei Plac Artura Zawiszy die erste Ausfahrt Raszyńska nehmen       
47.    Links halten bei Е30       
48.    Bei Wawelska/Е30 links abbiegen
Weiter auf Е30
49.    Links halten bei Ostrobramska/Е30
Weiter auf Е30
4 Kreisverkehre passieren
Sie sind jetzt in Belarus
50.    Dem Streckenverlauf folgen bis Е30/M1       
51.    Bei vulica 28 Lipienia/вуліца 28 Ліпеня/ул. 28 Июля links abbiegen    
52.    Bei vulica Maskoŭskaja/вуліца Маскоўская/ул. Московская/M1 rechts abbiegen
Weiter auf M1
53.    Ausfahrt links nehmen       
54.    Geradeaus       
55.    Rechts abbiegen       
56.    Rechts abbiegen       
57.    1. links nehmen       
58.    Rechts Richtung Е30/M1 abbiegen       
59.    Die Auffahrt auf Е30/M1 nehmen
Weiter auf M1   
60.    Links abbiegen       
61.    Rechts abbiegen       
62.    Rechts Richtung Е30/E30/M1 abbiegen       
63.    1. links auf Е30/E30/M1 nehmen
Weiter auf E30/M5
64.    Die Auffahrt auf M4 nehmen       
65.    Rechts abbiegen       
66.    Links Richtung Первомайская ул./Першамайская вул. abbiegen       
67.    Bei Первомайская ул./Першамайская вул. rechts abbiegen
68.    Bei 1-ый Крутой пер. rechts abbiegen       

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