Die Highlights des Jahres, Teil 1: Januar - März

Februar

Februar 2013

Aufreger des Monats: Lewandowski zu den Bayern. Oder doch nicht?
Im Februar nahm das womöglich größte Wechseltheater in der Geschichte der Bundesliga seinen Anfang. Robert Lewandowski gab bekannt, dass er seinen Vertrag beim BVB nicht verlängern wolle. Wo es danach hingehen sollte, stand für den Stürmerstar dann auch gleich fest: zu den Bayern. Laut Medien war die Sache längst geritzt, doch die Verantwortlichen des Rekordmeisters wollten partout nichts davon wissen und übten sich wahlweise in Schweigen oder griffen auf die branchenüblichen Floskeln wie »wir nehmen zu den Spekulationen keine Stellung« zurück. Und auch heute, nach gefühlten 730 Interviews in polnischen Zeitungen und mindestens genauso vielen skurillen Aussagen von Lewandowskis Berater, bleiben viele Fragen offen: Geht Lewa zu den Bayern? Braucht Pep ihn überhaupt? Kommt Matthias Sammer im Tausch, um die Dortmunder Belegschaft vor der Komfortzone zu warnen? Wir bleiben auch im neuen Jahr gespannt wie ein Flitzebogen.

Spieler des Monats: Réne Adler
Da hat die löchrige HSV-Abwehr dann doch mal etwas Gutes vollbracht. Kaum ein Bundesliga-Keeper bekam zu dieser Zeit so viele Bälle aufs Tor wie der zum Teil bemitleidenswürdige Réne Adler. Hieß aber auch, dass kaum ein anderer Bundesliga-Keeper so viele Möglichkeiten hatte, sich für die DFB-Elf zu empfehlen wie Adler. Die bärenstarken Leistungen verhalfen dem Wahl-Hamburger nach 812 Tagen zum langersehnten Comeback in der Nationalmannschaft. Beim 2:1-Sieg in Frankreich hielt er seinen Kasten sauber und sprach danach gänzlich mitgenommen von einer »brutal intensiven Angelegenheit«.

Video des Monats:
Fußball ist bekanntlich ein einfaches Spiel: Ein Ball, 22 Spieler, 90 Minuten. Dass doch viel mehr dahinter steckt, zeigt dieses Video. Willkommen in der Welt des Statistik-Nerds: Ein Tor ist ihnen nur bekannt als Nummer 16, ein Hackentrick ist die Nummer 42.



Schlagzeile des Monats: »Mexikanischer Klub lässt Fans über Aufstellung entscheiden«
Vorbei sind die Zeiten in denen der Fußball-Nerd Wochenende Spieltag für Spieltag an seinem Team bei Kicker-Manager feilte, bloß um sich kurze Zeit später dann doch wieder klarmachen zu müssen, dass er nicht auf der Bank des FC Bayern, sondern in Unterhose vorm PC sitzt. Ein mexikanischer Drittligist zeigte, wie man das Web 2.0 sinnvoll nutzt und ließ die Fans während des Spiels per Twitter über die Aufstellung entscheiden. »Die Menschen in unserer Stadt sollen sich als Teil des Teams fühlen», so der Vereinspräsident. Sollte Jogi Löw das bei der WM in Brasilien genauso handhaben, könnte es eventuell zum großen Comeback von Jens Jeremies kommen.