Die große Saisonvorschau 2017/2018 (2)

Mainz 05

Mainz 05


Das ist neu: Der Trainer. Denn obwohl Martin Schmidt am Ende halbwegs überzeugend den Klassenerhalt feiern konnte, entschieden sich Schmidt und Verein, danach getrennte Wege zu gehen. Wodurch der übliche Mainzer Weg frei war für Sandro Schwarz - der mit der Empfehlung des Abstiegs mit der eigenen U23 intern aufsteigt. Und damit in einigermaßen große Fußstapfen tritt. Denn nach Tuchel und Schmidt ist er der nächste Trainer, den der Klub selber formte und von dem nun erwartet wird, sofort Bundesliga-Format zu haben. Oder zumindest den gewissen Kultfaktor, für den die Mainzer Trainer - Autoschrauber Schmidt, Taktik-Nerd Tuchel, Menschenfänger Klopp - immer gut sind. Viel Last für ein Greenhorn. Zumindest einen Teil der Last soll René Adler übernehmen, der es nach Jahren im Hamburger Schlamassel noch mal wissen will. Doch hat der Mann noch genug Körner für die erste Liga?

Das fehlt: Die Leichtigkeit ist weg. Galt Mainz lange Jahre als Tollhaus der Liga, als ulkiger Karnevalsverein, der mit guter Laune und der nötigen Prise Euphorie noch jede Krise meistern würde, wurde die Luft zum Ende der letzten Saison das erste Mal richtig dünn. Andere Klubs ähnlicher Gewichtsklasse - Köln, Freiburg, Augsburg, Hertha - haben die Rheinhessen über- oder zumindest eingeholt. Das kostete Nerven, und in der Endabrechnung Martin Schmidt wohl auch den Job. Darüber hinaus fehlt seit dem Weggang von Jhon Cordoba ein ordentlicher Wühler in der Spitze. Nicht, dass wir das taktisch belegen könnten, aber: Gefühlt tut ein Wühler jeder Mannschaft gut.

Aufreger des Sommers: Laut »google« landeten Mainzer Medizinstudenten mit »Intubier-Bier-Bier« DEN viralen Sommerhit. Womit über den Sommer in Mainz eigentlich alles gesagt ist.

Wäre die Mannschaft ein GIF, dann das…

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Das 11FREUNDE-Orakel: Mainz feiert nicht mehr im Partyzug, Mainz ist bei voller Fahrt ausgestiegen und dabei (fast) volle Kanne auf die Schnauze geflogen. Damit sich das in diesem Jahr nicht wiederholt, braucht Sandro Schwarz den Rückhalt der ganzen Stadt. Also keine Pfiffe, keine überzogenen Ansprüche, keine internen Machtspielchen. Dann könnte es reichen. Für Platz 15.