Die große Saisonvorschau 2017/2018 (2)

Adler, Alter

Ist Sandro Schwarz cool genug für Mainz? Übersteht Markus Gisdol beim HSV den verfluchten September? Und wer springt in diesem Jahr aus dem Fahrstuhl? Zweiter Teil der großen Bundesligavorschau.

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FC Augsburg

Das ist neu:
 Der FCA war auf Tour! Und spulte quasi das Asien-Reisen-Light-Programm ab. Für die Fuggerstädter ging es »nur «auf die Insel, wo man in Testspielen Middlesbrough unterlag und Southampton mit 4:0 vom Acker prügelte. Personell ist auch einiges passiert: Für Michael Gregoritsch gab der FCA fünfeinhalb Millionen Euro aus. Außerdem kamen mit Marcel Heller, Fabian Giefer und Rani Khedira drei Spieler, die nachweislich auf Bundesliga-Niveau agieren. Sergio Córdova, 19-Jähriger Flügelspieler aus Kolumbien, wird sich erst an die Liga gewöhnen müssen.

Das fehlt: Neben Ex-Kapitän Paul Verhaegh, den es zum VfL Wolfsburg zog, vor allem diese eine Verstärkung, die den FCA auf Dauer erheblich besser machen könnte. Böse Zungen würden diesen Sommer, in dem auch Dominik Kohr den Verein verließ, als personellen Rückschritt verbuchen. Zählt man die Argumente auf, die für einen weiteren Augsburger Klassenerhalt sprechen, kommt man über das obligatorische »die packen das doch jedes Jahr« kaum hinaus.

Aufreger der Sommerpause: Einfach herrlich, welche Geschichten diese Sommerpause lieferte. In Dortmund streikt der Spieler und in Augsburg zwingt der Manager den Spieler zum Streik. Zumindest fast, denn als der FCA in der ersten Pokalrunde in Magdeburg hochkant rausflog, blieb Linksverteidiger Konstantinos Stafylidis laut Verein verletzt zuhause. Der postete kurz vor Spielbeginn jedoch ein Foto auf Instagram. Auf dem weißen Hintergrund steht in schwarzer Schrift: »Liebe Freunde, ich bin gesund und topfit und drücke meiner Mannschaft heute vor dem Fernseher die Daumen.« Dass ein möglicher Wechsel zum HSV der Grund für all das sein könnte, ist die Kirsch-Pointe auf dem Lächerlichkeits-Kuchen.

Wäre die Mannschaft ein Gif, dann das...

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Das 11FREUNDE-Orakel: Puh, sieht düster aus. Das Augsburg zum Saisonstart 2017 ist tendenziell schwächer aufgestellt als im Jahr zuvor. Mit Hannover und Stuttgart warten hochklassige Aufsteiger auf, Selbstläufer (Sorry, liebe Lilien!) wie den SV Darmstadt gibt es in diesem Jahr nicht mehr. Der FCA muss am absoluten Limit spielen, um dem Fahrstuhl erneut aus der Tür zu springen. Das Orakel hat da leider nicht wirklich große Hoffnung: Augsburg muss nach sieben Jahren Beletage wieder runter. Schön war’s!