Das Wichtigste zur WM
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Die größten Underdogs der WM

Wat, wer bist du denn?

Ohne Außenseiter keine Favoriten: Die schönsten Momente jeder Weltmeisterschaft sind die Erfolge der Underdogs. Wir stellen die vier krassesten Außenseiter des Turniers vor. Und ihre Chancen, Geschichte zu schreiben.

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4. Marokko

Weltrangliste: Platz 41

Gruppe: B (Portugal, Spanien, Iran)

Überraschungspotential: vorhanden

Statt Marokko könnten hier auch Tunesien, Nigeria, oder Ägypten stehen. Allerdings ist Tunesien das bestplatzierte afrikanische Team auf der Weltrangliste und hat überzeugende Vorbereitungsspiele gegen starke Mannschaften bestritten, Nigeria hat die ausgeglichenere Gruppe mit Kroatien, Island und Argentinien sowie einen mit Premier-League-Stars gespickten Kader und Ägypten hat Mohamed Salah.

Marokko verlor zwar kein einziges Vorbereitungsspiel, der namhafteste Gegner hieß allerdings auch Serbien, das im März mit 2:1 besiegt wurde. In der letzten Qualifikationsrunde kassierten die Nordafrikaner kein Gegentor, spielten aber auch drei Mal 0:0. Und schließlich muss das Team in der Gruppe gegen Spanien, Portugal und den Iran ran.

Dennoch sind »Die Löwen vom Atlas« keineswegs chancenlos. Der erfahrene französische Trainer Hervé Renard gewann als einziger Coach mit zwei verschiedenen Mannschaften den Afrika-Cup (Sambia 2012, Elfenbeinküste 2015). In Kombination mit seiner Vorliebe für weiße Designerhemden brachten ihm diese Erfolge den Spitznamen »weißer Zauberer« ein. Mit Marokko gewann er dieses Jahr die Afrikanische Nationenmeisterschaft, bei der nur Spieler aus den nationalen Meisterschaften ihrer Heimatländer eingesetzt werden dürfen.

Bei der WM hingegen besteht Marokkos Kader fast ausschließlich aus Legionären. Die bekanntesten unter ihnen sind Amine Harit von Schalke, Younès Belhanda von Galatasaray und Kapitän Medhi Benatia von Juventus Turin. Bei der ersten WM-Teilnahme seit 20 Jahren will die Mannschaft mit organisiertem Pressing und defensiver Disziplin die Vorrunde überstehen. »Alles andere wäre eine Enttäuschung«, so Renard. Man muss allerdings leider fast davon ausgehen, dass der Zauberer seine Magie verliert.

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