Die französische Mannschaft im Steckbrief

Frankreich sucht das Supertalent

Eines der heißesten Versprechen der WM ist Frankreich. Können die jungen Spieler diesem Druck standhalten?

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Zahlen zum Team

FIFA-Rang: 7
WM-Teilnahmen: 15

Einwohner: 66 991 000

Noch eine Zahl zum Team

44,44 Millionen Euro beträgt der durchschnittliche Marktwert eines französischen WM-Spielers, glaubt man den Einschätzungen von transfermarkt.de.

Spitzname

Equipe Tricolore

Der Trainer

Joachim Löw hat sicherlich genau hingeschaut, als er im Mittelfeld der Franzosen »viele Deschamps« entdeckte. Nun ist der Bundestrainer keinem perfiden Betrug auf die Schliche gekommen, er wollte lediglich loben, wie man unter Fußballern viel größer nicht loben kann. Deschamps, das heißt ja: Intelligenz, Klarheit, ein Itzelchen mehr Herz als Genialität. Didier Deschamps war Frankreichs Kapitän beim Gewinn der Welt- und Europameisterschaften 1998 und 2000. Die Champions League hat er als Spieler mit Marseille und Juventus gewonnen, meist war er Kopf und Kapitän seiner Teams. Mentalität, sagt der 49-jährige gern, steht über allem. Mentalität gewinnt Spiele.

Der Kapitän

Seit knapp einem Jahr ist Hugo Lloris Rekordtorhüter der französischen Nationalmannschaft. Mit seinem 88. Einsatz löste er Fabien Barthez am 02. Juli 2017 ab. Lloris gehört auf der Linie zu den stärksten Keepern der Welt, nach der Vizeeuropameisterschaft will er in diesem Sommer endlich einen Titel in den Himmel stemmen.

Der Star

Sich beim Kader der Franzosen für den einen Star zu entscheiden, fällt schwer. Da wäre zum einen Paul Pogba, mit 105 Millionen Euro, die sich Manchester United seine Dienste vor zwei Jahren kosten ließ, noch immer einer der teuersten Spieler der Welt. Für das Niveau, das von ihm erwartet wird, spielt allerdings noch immer zu unkonstant. Dann wäre da noch Kylian Mbappé, dessen Stern vergangene Saison in Monaco aufging und der in diesem Sommer sein erstes großes Turnier spielt. Der im französischen Team allerdings seine Rolle erst noch finden muss. Bleibt Antoine Griezmann. Der Stürmer von Atletico schoss Frankreich 2016 gegen Deutschland im Alleingang ins Finale, verschoss dann allerdings einen Elfmeter. Diese Scharte will er möglichst bald auswetzen. Die Qualität dafür hat er zweifellos.

Stammtischwissen

Putin hat neben Blatter auch Platini zur WM eingeladen, »alte Freunde« wie er sagt, also im Sinne von: verdient.

Die Anekdote
Es gebe zwei, drei gute Spieler, der Rest sei so lala, meinte Michel Platini 2012. Sechs Jahre später ist die Bedeutung Platinis nur noch so lala, die Zahl der Talente aber gewaltig. Eine Zeitung nannte Frankreich schon das neue Brasilien. Beim Test gegen Deutschland betrug das Durchschnittsalter 22,5 Jahre. So verzückt sind die Fans über die unschnöseligen Jung-Hähne, dass sie Mbappé & Co. auch Ausrutscher verzeihen. Die Jungs spielen nämlich gern auch mal 0:0 gegen Luxemburg.