Die DFB-Elf in der Einzelkritik

Chip und Chap

14 Bewerber für den WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft beherrschten Australien und hätten trotzdem fast Punkte liegen gelassen. Wer an Gerald Asamoah erinnerte, verrät unsere Einzelkritik.

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Bernd Leno
Die gute Nachricht: kein Torwart, der auf der Bank saß, machte sich eines Fehlers schuldig. Die schlechte Nachricht: Der Torwart, der auf dem Platz stand, machte sich gleich eineinhalb Fehler schuldig. Die gute Nachricht für ihn: am Mittwoch dürfte er dann auf der Bank sitzen, dort vermutlich fehlerfrei.

Jonas Hector
Hat mittlerweile einen Ruf wie der Feinkosthändler in der Großstadt: die Leute erwarten Qualität. Gegen Matthiew Leckie musste der Mann mit Offensivdrang jedoch häufiger die sprichwörtlichen Schlachtermesser zücken, als es ihm selbst wahrscheinlich lieb gewesen wäre. Spielte trotzdem nie die beleidigte Leberwurst. Hmmm.. Leberwurst!

Shkodran Mustafi
Was soll man zu einem Innenverteidiger – den man zumal ganz sympathisch findet – sagen, wenn er gegen eine Mannschaft ohne Offensivdrang trotzdem zwei Gegentore zulässt?

Antonio Rüdiger
Was soll man zu einem Innenverteidiger – den man zumal ganz sympathisch findet – sagen, wenn er gegen eine Mannschaft ohne Offensivdrang trotzdem zwei Gegentore zulässt?

Joshua Kimmich
Wäre Arjen Robben vor ihm auf der rechten Seite aufgetaucht, hätte es ausgesehen wie das gute alte Philipp-Lahm-Arjen-Robben-Stück. Passen, hinterlaufen, schießen. Spielte nebenher so viele Chip-Pässe, dass wir ihn bald nur noch Chap nennen. Arjen Robben war nicht da, nur Julian Brandt. Das sah auch gut aus.