Die besten Talente unter 20: Defensives Mittelfeld (2)

Die jungen Kontrollierten

Hier kommt Teil zwei der besten U20 Sechser. Heute mit dabei: Der neue Paul Scholes, Leicesters Hoffnung und Claudio Marchisios Erbe.

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Frank Kessié, 20 Jahre

Wenn man sich die Liste der angeblichen Interessenten ansieht, dann ist schnell ersichtlich, wieso Franck Kessié eine große Zukunft vorhergesagt wird. Neben den italienischen Top-Vereinen wie Juventus oder Inter lecken sich Medienberichten zufolge auch Paris St. German und der FC Chelsea die Finger nach dem 20-Jährigen, der in dieser Serie A-Saison richtig durchstarten konnte. Für Italiens Überraschungsteam Atalanta Bergamo erzielte der Ivorer in 17 Spielen sechs Tore und steuerte dazu noch zwei Vorlagen bei. 


Der defensive Mittelfeldspieler wirkt so komplett wie nur wenige Akteure in seinem Alter. Kessié kann mit Tempo durch das Mittelfeld marschieren, verfügt über eine formidable Technik, eine große physische Präsenz und ist aggressiv im Zweikampf. Bereits im Sommer dürfte für Kessié ein Wechsel zu einem Top-Klub anstehen, die englische Premier League dürfte wie gemacht für einen Spieler mit seinen Fähigkeiten sein. Bei den Ablöseforderungen ist Atalanta jedoch nicht zimperlich: Das Juwel dürfte wohl mindestens 30 Millionen kosten.


Rolando Mandragora, 19 Jahre

Inklusive Bonuszahlungen könnte Rolando Mandragora die alte Dame bis zu 12 Millionen Euro kosten. Bei der Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers ist Juventus Turin dennoch nur ein überschaubares Risiko eingegangen, immerhin konnte der 19-Jährige seine Qualitäten im Seniorenbereich bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mandragora stammt aus der Jugendabteilung des FC Genoa, spielte auf Leihbasis aber zuletzt für Delfino Pescara und feierte mit den Abruzzen den Aufstieg in die Serie A. Dort war der Italiener der Fixpunkt in der Zentrale, überzeugte vor allem durch Zweikampfstärke und Passsicherheit. 


Aufgrund seiner Flexibilität kam Mandragora auch in der Innenverteidigung zum Einsatz. Nicht wenige Experten sehen ihn bei Juve als den legitimen Nachfolger Claudio Marchisios. Im Mai vergangenen Jahres dann aber der Rückschlag: Mandragora brach sich den Fuß und musste bei Juve die gesamte Hinrunde passen. Nun soll der U21-Nationalspieler langsam wieder den Anschluss finden, Einsätze in der Rückrunde gelten als wahrscheinlich.