Die 11FREUNDE-Kurvenschau: Diese Themen beschäftigen die Fans

Wie die Polizei in einen falschen Block geriet

Das Verhältnis zwischen den aktiven Fans und der Polizei ist nicht gerade eine Liebesbeziehung. Beim Spiel zwischen dem Karlsruher SC und SV Meppen kam es laut der »Fanhilfe Karlsruhe« zu einer skurrilen Situation: Kurz nach Anpfiff soll sich eine Einheit der Bereitschaftspolizei im Fanblock der Ultras versammelt haben. Erst ein Gespräch mit dem Fanbetreuer und Mitarbeiter des Fanprojekts konnte die Situation aufklären und den Abzug der Polizisten bewirken. Es habe sich um eine auswärtige Einheit gehandelt, die offenbar den Stadionplan falschherum gehalten hatte. Das klingt natürlich lustig, kann in der Realität aber auch schnell zur Eskalation führen. Die Pressestelle der Polizei Karlsruhe bestätigte auf Anfrage, dass eine Einheit im Fanblock stand. Der Vorfall sei aufgearbeitet worden und solle nicht wieder vorkommen. Den Vorwurf, den Stadionplan falsch gelesen zu haben, wies die Polizei Karlsruhe allerdings zurück. Zum Grund hieß es: »Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.«


Um so eine Situation in Zukunft besser erkennen zu können, gibt es hier noch fünf Tipps an die Bereitschaftspolizei:

- Anders als damals beim Einsatz in Hamburg steht die Begrüßungsformel »A.C.A.B.« nicht für die Bestellung von acht Cola und acht Bier. Sie ist in Fankreisen negativ konnotiert und symbolisiert vielmehr eine kritische Grundhaltung gegenüber der Polizei.

- Zugegeben, die Bezeichnung »Bullenschweine« ist missverständlich. Sie muss sich nicht zwangsläufig gegen einen Bundesligisten aus dem Osten richten.

- Auch zur kalten Jahreszeit dienen Sturmhauben nicht als Kälteschutz. Ein Indiz hierfür ist die Tatsache, dass die Träger meist oberkörperfrei und mit Sonnenbrille auf der Tribüne stehen.

- Ebenso dient das wilde Gestikulieren der oben genannten Personen nicht zur Aufwärmung gegen die Kälte.

- Fliegende Pfandbecher sind nicht als Unterstützung für die Mannschaftskasse gedacht.