Die 11FREUNDE-Kurvenschau: Diese Themen beschäftigen die Fans

Stimmung!

In Hannover singen die Ultras wieder und in Bremen wissen sie nicht, wo das Auto vom Schiri steht: Alle wichtigen Fanthemen in der 11FREUNDE-Kurvenschau.

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»HSV, HSV, HSV» hallte es am vergangenen Samstag schon vor Spielbeginn lautstark durch das Stadion von Hannover 96, in dem es mindestens so frostig war wie das Verhältnis zwischen aktiver Fanszene und Vereinsführung.

Der Graben ist tief. Die Fanszene hält seit August 2017 einen Stimmungsboykott ab, um gegen die Übernahmepläne des Vereinspräsidenten Martin Kind zu protestieren. Vergangene Woche wurde eine Entscheidung über den von Martin Kind gestellten Antrag erwartet, durch den er die Anteilsmehrheit an der Profimannschaft erhalten könnte. Doch dann teilte Kind überraschend mit, den Antrag vorerst ruhen zu lassen. Zuvor kursierten bereits Meldungen, der Antrag würde abgelehnt werden.

Auf einem Treffen der Fanszene in Hannover einigten sich die Fans in einer Abstimmung, den Stimmungsboykott vorerst ebenfalls ruhen zu lassen. Allerdings knüpfen sie daran drei Forderungen. Bis zu einer Podiumsdiskussion mit Vereinsvertretern Ende Februar soll der Verein 119 Anträge auf Mitgliedschaft, die im Sommer 2017 noch abgelehnt wurden, rückwirkend annehmen. Auch wird eine ehrliche und transparente Beantwortung eines Fragenkatalogs auf der Podiumsdiskussion erwartet.


Ob der Verein auf die Forderungen eingeht wird sich Ende Februar zeigen. Sollte er das nicht tun, wird die Stimmung trotz aufkommendem Frühling schnell wieder frostig.

Solidarität mit Babelsberg 03 geht weiter

Der SV Babelsberg 03 erhält für seine »Nazis raus aus den Stadien«-Kampagne immer mehr Unterstützung. Schon in der Vorwoche solidarisierten sich Fans aus Freiburg, Düsseldorf und Saarbrücken mit den Babelsbergern. Der Verein weigert sich eine Strafe des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) zu bezahlen, da diese in der Begründung auch einen »Nazischweine raus«-Ruf eines Fans aufführt. Dem Ruf vorausgegangen waren allerdings Nazi-Gesänge und Hitlergrüße von Cottbus-Anhängern im Gästeblock.

Auch an diesem Spieltag waren wieder Solidaritätsbekundungen und Kritik am NOFV in den Kurven zu lesen, unter anderem in Dortmund, München, Bremen, Jena und Fürth. Die Vereine Werder Bremen und Borussia Dortmund haben mittlerweile ihre Unterstützung für die Kampagne bekannt gegeben.