Die 11FREUNDE-Kurvenschau: Diese Themen beschäftigen die Fans

Solidarität mit Babelsberg 03

Der SV Babelsberg 03 erhält Solidarität im Streit mit dem Verband, Bremer Ultras fordern die Abschaffung des Videobeweises und Fans des SSC Neapel sind unzufrieden mit der Transferpolitik - sie wollen jetzt die Schiedsrichter kaufen.

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»Man muss Chemie Leipzig nicht mögen, um den NOFV zu hassen!« und »Man muss Babelsberg 03 nicht mögen, um den NOFV zu hassen!«, war am vergangenen Freitag auf Spruchbändern im Karl-Liebknecht-Stadion zu lesen. Warum?

Nur selten hatte eine Begegnung in der Regionalliga eine so große Aufmerksamkeitsspanne, wie die Begegnung zwischen dem SV Babelsberg 03 und Energie Cottbus aus dem April 2017. Es kam zu Platzstürmen und Pyrotechnik auf beiden Seiten, wofür beide Vereine vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) bestraft wurden. Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist deutlich hässlicher: Während des Spiels waren im Cottbuser Fanblock mehrfach der Hitlergruß zu sehen und rechtsradikale Gesänge zu hören. Ein Fan der Babelsberger soll daraufhin – verständlicherweise – mit »Nazischweine raus« geantwortet haben. Diese Äußerung ist Teil der Begründung für eine Strafe des NOFV, in Höhe von 7000 Euro.

Der Verband droht mit Ausschluss

Babelsberg 03 weigert sich, diese Strafe zu bezahlen, weshalb der NOFV eine Frist bis Freitag vergangene Woche ansetzte. Dem Spieltag zwischen Babelsberg 03 und Chemie Leipzig. Im Falle einer Nichtzahlung drohte der NOFV mit dem Ausschluss aus dem Ligabetrieb. Die Zahlung blieb aus. Die Konsequenz ist noch offen.

Proteste waren damit am Spieltag absehbar. Denn auch die Fans von Chemie Leipzig haben in der jüngeren Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit dem NOFV gemacht. Beim Derby gegen Lok Leipzig kam es zu »Türken, Zigeuner und Juden – Ultras Chemie«-Gesängen, gut hörbar im TV, aber offenbar nicht für den NOFV. Der bestrafte beide Seiten lediglich für das Abbrennen von Pyrotechnik.

Auch Fans von anderen Vereinen solidarisierten sich mit den Babelsbergern, unter anderem in Düsseldorf, Freiburg und Saarbrücken.