Die 11FREUNDE-Kurvenschau: Diese Themen beschäftigen die Fans

MGV in Hannover und »Mädelsabend« in Fürth

Am Donnerstag findet bei Hannover 96 die Mitgliederversammlung statt. Im vergangenen Jahr sorgte sie für großen Ärger. Mehr als 100 Mitgliedsanträge wurden im Vorfeld ohne Begründung abgelehnt. Die Mitgliederversammlung entschied mit großer Mehrheit, dass Präsident Martin Kind vor seinem Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel bei der DFL, die Mitglieder informieren muss. Kind sah das allerdings nur als Empfehlung. Der Konflikt eskalierte.

Auch dieses Jahr droht Ärger: Mitglieder stellten einen Antrag auf Satzungsänderung, der besagt, dass die Beschlüsse der Mitgliederversammlung für die Vereinsorgane bindend sind. Der Vorstand von Hannover 96 versendete daraufhin Briefe an die Mitglieder und empfahl, den Antrag abzulehnen. Die »Interessengemeinschaft Pro Verein 1896« kritisiert das Vorgehen: Es zeige ein mangelndes Demokratie- und Rechtsverständnis, schon vor einer Diskussion und Erläuterung auf der Mitgliederversammlung, eine Wahlempfehlung auszusprechen. 

»Mädelsabend« im Ronhof
Wie wäre es mit einem richtig schönen »Mädelsabend«? Mit gratis Sekt und Überraschungs-Geschenktüte. »Könnte ein Abend besser sein? Wir finden nein!«, schreibt die Spielvereinigung Greuther Fürth auf ihrer Homepage. Für die Aktion wurde sogar ein eigener Sitzplatzblock eingerichtet und die Tickets deutlich günstiger verkauft. Damit werde ein völlig falsches Zeichen gesetzt, glaubt die Fürther Ultra-Gruppierung »Horidos 1000«. So hätten die verantwortlichen Mitarbeiter wohl erkannt, dass Fußball noch immer eine Männerdomäne ist und Frauen sich im Stadion unwohl fühlen können.

Dem Verein fehle es allerdings im Umgang mit Gleichberechtigung an Fingerspitzengefühl. »Egal, ob Frau oder Mann – wir hätten uns gewünscht, dass die SpVgg mehr von diesem Gefühl  bewiesen und ein klares Zeichen gegen Sexismus gesetzt hätte«, schreiben die Horidos. Die weiblichen Fans sollten sich ihrer Meinung nach einfach zum Fußball gehen, wie sie Bock haben. Und ganz ehrlich: Wer trinkt schon Sekt im Stadion? Die Manager in den Logen. Und Marco Vorbeck – vielleicht.