Die 11FREUNDE-Kurvenschau: Diese Themen beschäftigen die Fans

Ultra? Ohne Vereinsliebe nicht denkbar

Ultras von Preußen Münster werden ihren Verein nicht mehr unterstützen - weil er die Profimannschaft ausgegliedert hat. Auch in Bochum sorgt die Ausgliederung für Streit. Eintracht herrschte dafür in Frankfurt. Bis das mit Kovac passierte.

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Im Januar stimmten auf der Mitgliederversammlung des Drittligisten Preußen Münster fast 85% der anwesenden Mitglieder für eine Ausgliederung der Profis in eine Kapitalgesellschaft. In den Wochen vor der Mitgliederversammlung positionierten sich hauptsächlich die Ultras gegen die Ausgliederung und sprachen sich in Choreografien und auf Spruchbändern für den Erhalt der Rechtsform „eingetragener Verein“ aus.



Letztlich konnten sie damit die notwendige Dreiviertelmehrheit auf der Mitgliederversammlung nicht verhindern. Die Profis spielen seitdem unter dem Namen „SC Preußen 06 Münster GmbH & Co. KG aA“. Daraufhin wurde es ruhig im Fanlager, der Support im Stadion wurde eingestellt.


In der vergangenen Woche meldeten sich dann erstmals wieder die »Deviants Ultras« zu Wort. Der Beschluss des Vereins, die Profimannschaften zur Investorengewinnung in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern, sei erschütternd gewesen. Die Gruppe habe sich deshalb dazu entschlossen, niemals die ausgegliederte Mannschaft zu unterstützen und deshalb die Aktivitäten im Stadion einzustellen. Die Gruppe begründet ihre Entscheidung damit, dass der Ultragedanke für sie ohne Vereinsliebe nicht denkbar sei. Eine gemeinsame Zukunft mit den Befürwortern der Ausgliederung könne und werde es deshalb nicht geben: »Wir wollen und werden kein Teil dieses Fußballs sein!«, heißt es in der Stellungnahme.

United Colors of Frankfurt

»United Colors of Frankfurt – Eintracht lebt von Vielfalt«, mit diesem Motto auf der Brust liefen die Spieler von Eintracht Frankfurt beim Heimspiel gegen Hoffenheim auf. Die Aktion wurde vom »Eintracht Frankfurt Fanclubverband e.V.« organisiert. Wie bereits in der 11FREUNDE-Kurvenschau berichtet, setzte sich die Fanszene damit wiederholt für Vielfalt innerhalb des Vereins ein.

Zum Einlaufen der Mannschaft war das Motto auch auf einem Spruchband vor der Nordwestkurve zu lesen. Auf der Tribüne wurden das Vereins- und Stadtwappen, sowie das Logo der Ultras präsentiert. Dahinter stieg – getreu dem Motto – Rauch in den verschiedensten Farben empor.