Die 11Freunde-Blogschau

»Schumi kauft Podolski!«

Es ist wahr: Der Formel 1-König holt den Prinz nach Köln. Wissen wir aus todsicheren Quellen. Außerdem: Hoffenheim erfüllt Ribbecks feuchte Träume, Farfan die der Schalker und Gladbach die von Bündnis 90/Die Grünen. Die 11Freunde-Blogschau Hertha BSC Berlin – 1.FC Köln 2:1

Herthaunser
schreibt: »Mannometer, momentan läuft es einfach knuddelrund. Trotzdem: Die schönste Geschichte des Spieltags wurde übrigens schon Donnerstag geschrieben. Nicht von M. Pantelic, sondern von Reportergott Wolfbindestrichdieter ›Poschi‹ Poschmann. Mir wurde sie von Kollege S. vorm Spiel gegen Kölle auf den Terrassen offenbart. So gehtse: Während S. den Uefa-Knüller HSV gegen Ajax am Schirm verfolgte, […] meldete sich Poschi via ZDF folgendermaßen (sinngemäß) zu Wort: › … es kann gar keinen Zweifel geben, wer hier die bessere Mannschaft ist – natürlich Hertha BSC!‹ (Darauf folgte, S. zufolge, eine längere Schweigesekunde, bevor Poschi-Baby wieder beisammen war und eilig bemerkte) ›… ähhhh, Ajax Amsterdam.‹ Ist das nicht drollig? Poschmann träumt von Hertha! Mit dem Zweiten sieht man besser, jetzt ergibt der Slogan endlich Sinn. […] Die zweitschönste Geschichte des Spieltags hat übrigens der Herr K. erzählt. Der geriet auf dem Weg mit der S-Bahn ins Olympi in kölsche Gesellschaft. Auch die hatten, logo, nur ein Thema. Und haben im Suff ausgeplaudert, wie sie Poldi von Klinsi loseisen wollen. Allen Ernstes: Der Schumacher kauft ihn. Nicht der Toni, der Michael. Der soll ja auch Kölnfan sein. Wenn das so ist, wäre es ihm jedenfalls zuzutrauen.«

Effzeh
schreibt: »Der FC präsentierte sich bei einem der Überraschungsteams der Liga als gleichwertiger Gegner, brachte es auf 50, 9 Prozent Ballbesitz und hatte, wie schon gegen Hoffenheim, dementsprechend mehr vom Spiel. Allerdings brachten zwei individuelle Unachtsamkeiten (Fehlpass von Womé vor dem 0:1, Deckungsverhalten von Novakovic vor dem 1:2) den FC auf die Verliererstraße.«

Samba-Köln
schreibt: »Meine Top Ten warum wir dieses Jahr nicht absteigen: […] 7. Der Bruder des Friseur meines Schwager hat gestern in einer Kneipe in Nippes gehört, dass der Besitzer mit einem Freund vom Jupp gesprochen hat und der kennt den Onkel o.ä. von Poldis Frau und der hat gesagt, dass der Poldi zur Winterpause wieder zum FC kommt (am Freitag war es sogar die Halbzeitpause, aber aus der zeitlichen Entfernung war das dann doch Quatsch!).«

11Freunde meint: Soeben läuft es durch die Nachrichtenticker der Nation: Ein Bekannter von 11Freunde-Kölnfan Oliver Zeyen saß in der S-Bahn neben dem Schippschwager dritten Grades des Friseurs von Johannes B. Kerner, der erzählt hat, dass Tiger Woods, Shaquille O´Neal und Michael Schumacher all ihr Erspartes zusammen legen und Lukas Podolski nach Köln holen. Der einzige Grund, warum es dazu noch keinen ARD-Brennpunkt gegeben hat: Johannes B. Kerner hat diese Information von Wolf D. Poschmann.


Bayer 04 Leverkusen – FC Bayern München 0:2


Catenaccio schreibt: »Labbadia hat wohl erst die Sicher-Strategie ausgegeben. Sicher stehen, Zweikämpfe gewinnen, ja nicht ins offene Messer laufen. Gut und schön, aber Bayern muss man als Spitzenteam (und nicht gerade als Überraschungsbezwinger à la Hannover) mit furiosen Fußball auseinander nehmen und das Bayer das Potenzial dazu hat, weiß die ganze Nation und hat sie über viele viele Spieltage in der Hinrunde bewiesen. Hätte man ein Feuerwerk-Spiel verloren, hätte sich niemand beschwert. Man hätte ja auch gewinnen können, wie die Bremer gezeigt haben. So wirkte Bayer anämisch, langweilig, fad.«

Breitnigge
schreibt: »Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit und die gesamte zweite Halbzeit rechtfertigten diesen Sieg. Auch in dieser Höhe. Nach dem Spiel konnte dem auch kein Leverkusener widersprechen. Ein paar andere Themen: Elfmeter Luca Toni.
Das ist das Problem mit einem Image. Steht man erstmal unter dem Verdacht (auch durch die Medien geschürt), ein Hinfaller zu sein, bekommt man im Zweifelsfall eben keinen Elfmeter. Dies geschah Toni in dieser Saison nun schon zum zweiten Mal. Erst in Dortmund und jetzt in Leverkusen. Selbst sein Gegenspieler räumte hier ein Halten am Trikot ein, allein der Schiedsrichter hat’s nicht gesehen.«

11Freunde meint: Ein Spiel zum Adventskranz-Basteln. Beschaulich. Lauwarm. Familiär. Ribery als Vorahnung auf das aufregende Weihnachtsgeschenk unterm Christbaum, Vidal als das Lametta auf den Zweigen darüber. Wer würde diese Idylle nachträglich durch eine Elfmeterdiskussion zerstören wollen? Wir nicht. Jetzt gibt’s erst mal einen heißen Tee. Dann noch was von dem Vidal um den Kranz und Plätzchen backen. Herrlich.


Werder Bremen – Eintracht Frankfurt 5:0


Werderblog
schreibt: »›Wir haben jetzt gegen die ersten 3 Teams der Tabelle 5 Buden gemacht und alle mehr oder weniger vom Platz gefegt. Dass wir trotzdem nur 7. sind, passt irgendwie nicht.‹ Schreibt Conti hier in einem Kommentar und mir wurde das erst dann wirklich bewusst. Es passt aber doch irgendwie: Der Kader ist eigentlich stark genug, um ganz oben in der Liga, und damit meine ich wirklich ganz oben!, zu stehen.  […] Die Hessen haben gespielt, wie so viele im Weserstadion, defensiv und abwartend. Aber Werder zeigte endlich mal die nötige Konzentration und, vor allem, Aggressivität, um einem solchen Gegner auch von Anfang zu zeigen, wie das Spiel nur ausgehen kann. Alle Spieler, egal ob Sturm oder Abwehr, waren nah am Gegner und wollten zu jeder Zeit den Ball gewinnen.«

Blog-G schreibt: »Von den Vorfällen in Bremen abseits dessen, was man als Eintracht-Fan sowieso nur mit viel gutem Willen als ›Fußballspiel‹ bezeichnen kann, berichten heute sowohl das Mutterschiff als auch der Premiumpartner. Beide merkwürdigerweise in der Rubrik ›Sport‹, obwohl das, was sich die Bremer Behörden da offensichtlich geleistet haben, eher in den Bereich ›Nachrichten‹ gehört. Aber sie berichtet, die Deutsche Presse. Es ist nicht zu erwarten, dass die Verantwortlichen bei den Bremer Behörden zur Rechenschaft gezogen werden. Dazu müssten die in ›Verhinderungsgewahrsam‹ […] Genommenen Anzeige erstatten und den langen Weg durch die Instanzen gehen. Welcher Fußballfan hat dazu schon die finanziellen Möglichkeiten und den entsprechend langen Atem? Man kann nicht viel tun, außer die Vorkommnisse an die Öffentlichkeit zu bringen. Ein Anfang immerhin ist gemacht. […] Man muss kein großer Experte sein, um den Finger auf die offenen Wunden vom Spiel gegen Werder legen zu können. Die linke Flanke der Eintracht war offen wie ein Scheunentor, und in der Innenverteidigung hatte Habib Bellaid erneut einen rabenschwarzen Tag.«

11Freunde meint: Bremen hat gegen die dritt-, die viert- und die fünftbeste Abwehr der Liga jeweils mit fünf Treffern ein Schützenfest gefeiert. Gegen die viert-, und zweitschlechteste und schlechteste Abwehr aber nicht mehr als zwei Treffer markiert. Jetzt gab es immerhin einen Schritt nach vorne: Frankfurt stellt die drittschlechteste Abwehr. Im Übrigen ist die Offensive nicht das einzige Problem Werders. Ihre Defensive ist ebenfalls die viertschlechteste der Liga. Alle Klarheiten beseitigt? Gut so.

TSG Hoffenheim – Arminia Bielefeld 3:0

Akademischer Fanclub Hoffenheim
schreibt: »Außer ihren weißen Leibchen [die Trikots der Biefelder] war nichts zu sehen - die Mannschaft gab es einfach nicht - und das gegen eine Mannschaft, unsere nämlich, die man, wären wir ein Traditionsverein, als B-Mannschaft bezeichnet hätte. […] OK, insgesamt war unser Spiel langsamer, weniger akzentuiert, zum Teil erschien es auch voraussagbarer, aber das auf einem Niveau, das es in der Klasse in der Liga in dem Jahrtausend so gut wie nie gab. […] Es reichte eine Viertelstunde Fußball. […] Danach passierte kaum mehr was. […] Die Hoffenheimer schienen eine Satire aufzuführen, die da hieß ›Fußball in Deutschland zu Zeiten Erich Ribbecks‹. Kaum ein Pass kam an, der Ball sprang ständig, es gab keinen wirklichen Spielaufbau und der Ball war auch kaum mehr im Bielefelder Strafraum. Doch was soll man auch tun, wenn man allein auf dem Platz steht. Wer kann es der Mannschaft verdenken? Man führt souverän, der Gegner führt sich selbst vor, warum mehr machen?«

Gegenüber-Arminia schreibt: »Schon nach zehn Minuten war auch der letzte Gedanke an eine Sensation in Schall und Rauch aufgelöst. Was danach kam – weitere dicke Chancen für die 1899er und Spiel für die Galerie – kam in Ansätzen einer Demütigung gleich. Mit viel Geld und einem so kaum erwartet erfolgreichen Konzept hat uns der Aufsteiger im Streben nach Weiterentwicklung überholt und gnadenlos abgehängt.  Noch einer weit weg von unserer Augenhöhe! Mit einigen Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt befinden wir uns nun auf der Kriechspur!«

11Freunde meint: Wir stellen mit Erleichterung fest: Auch nach dem lahmen Spiel gegen Bielefeld verfügen die Hoffenheimer Fans über eine XXL-Portion Selbstbewusstsein. Ob die Viertelstunde Fußball gegen überforderte Arminen wirklich zum Besten des Jahrtausends gehörte, möchten wir allerdings anzweifeln. Im Übrigen würde Hoffenheim-Trainer Rangnick die Satire über Fußball in Deutschland zu Zeiten Ribbecks wenig gefallen: Da machte er gerade mit dem SSV Ulm Furore in der Zweiten Liga. Wo Hoffenheim in dieser Zeit war? In der Verbandsliga.

Hannover 96 – Karlsruher SC 3:2


Sagna schreibt: »Die Fortsetzung der schwachen Partien gegen Bochum und Frankfurt, nur diesmal mit drei Punkten. Die zweite Halbzeit gehört aber zum Gruseligsten, was ich seit langem gesehen habe. Deutliche Unterlegenheit gegen einen, na bitte schön, guten Zweitligisten.«

Blog C3 schreibt: »Es ist beinahe unmöglich, nach diesem Spiel nicht vom Glauben abzufallen. Die Art und Weise, in der es die Mannschaft geschafft hat, nach kürzester Zeit in Rückstand zu geraten, überwältigt. […] Wieder einmal erlaubte sich der KSC, die komplette erste Halbzeit nicht mitzuspielen. Keine Konzentration, eine fatalistische Körpersprache, mangelnde Aggressivität – dies die Attribute, die den KSC in dieser Phase beschreiben. Warum die Sportliche Leitung nicht in der Lage ist, etwa durch Veränderungen in den Abläufen des Aufwärmens, hier gegen zu steuern, ist mir ein Rätsel. […]  Hoffnung macht derzeit paradoxerweise nur noch der Blick auf die Tabelle. Dass der KSC mit gerade mal 10 Punkten aus 15 Spielen noch nicht weit abgeschlagen ist, und mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenplatz 14 tatsächlich noch Anschluss an die Nichtabstiegsränge hat, ist bemerkenswert. Offenbar reichen diese Saison doch weniger als 37 Punkte, um nicht abzusteigen.«

11Freunde meint: Erstaunlich wie negativ die Karlsruher Fans das Spiel bewerten – immerhin hätte der KSC eigentlich den Ausgleich verdient gehabt. Während die Hannover Fans sich weiter wegen der zweiten Halbzeit gruseln, wagen wir eine Uri-Geller-Prognose: Karlsruhe landet am Ende auf dem Relegationsplatz. Gegner in den Spielen um Auf- und Abstieg: Der regionale Rivale SC Freiburg. Das werden Relegationsspiele so voll gepumpt mit Adrenalin wie die ersten fünf Minuten aus »Ein Quantum Trost«.


Borussia Mönchengladbach – Energie Cottbus 1:3


Entscheidend is auf’m Platz schreibt: »Bradleys Großchance kurz nach dem Anpfiff ist lange Zeit das letzte Lebenszeichen der Borussia, die danach in eine Lethargie verfällt, die selbst Hans Meyer nach eigenem Bekunden in seiner 134-jährigen Trainerlaufbahn noch nicht gesehen hat. Cottbus‘ neonorange Trikots werden es wohl kaum gewesen sein, die Gladbach in der Folge jegliche Vitalität raubten – obwohl diese verstrahlte Trikotfarbe eigentlich eine Horde von Atomkraftgegnern auf den Plan rufen müsste. […] Die Cottbusser Bundesligahistorie hat durchaus schon Spiele erlebt, die die Lausitzer in dieser Konstellation am eigenen Strafraum verharrend über die Bühne gebracht haben. Doch die andauernde Gladbach Passivität lädt sie einfach dazu ein, jegliche Mauertaktiken über den Haufen zu werfen. Andernfalls würden die 37.000 bis zur Halbzeit nämlich ein Revival des Nichtangriffspakts von Gijón erleben. Denn Gladbacher Angriffsversuche machen sich weiterhin rar.«

11Freunde meint: Die Gladbacher haben sich als die Ökos der Liga geoutet. Ketten sich aus Protest gegen die wandelnden Castor-Behälter aus der Lausitz irgendwo im Niemandsland des Platzes an Betonpfeiler und harren der Dinge. Erst als der Hans-Christian Stroebele der Gladbacher, Hans Meyer, mit der Erfahrung von – und da korrigieren wir Entscheidend is auf’m Platz nur ungerne – 135 (!) Jahren Erfahrung den Bolzenschneider ansetzt, kommen die Gladbacher ins Spiel. Aber aus Ökos macht man nur schwer ergebnisorientierte Banker: Die Häkelleinentaschenbesitzer aus Gladbach halten auch den Rest des Spiels ehrfurchtsvollen Abstand zu den Cottbussern. Den Geigerzähler immer in der Hand. Fazit des Spiels: Atomkraft 3, Hippies 1.


VfB Stuttgart – FC Schalke 04 2:0

Hirngabel schreibt: »Je länger das Spiel dauerte, umso selbstbewusster schien der VfB zu werden, so dass die beiden Tore dann irgendwann quasi erzwungen wurden. Das erste Tor war dabei zwar von einigen Schalker Fehlern begünstigt, aber auch wirklich exzellent herausgespielt. Erst der tolle, öffnende Pass von Boulahrouz, der sonst nicht wirklich überzeugte, der den Ball lang in ein klaffendes Loch in der Schalker Hintermannschaft schlug und dabei perfekt in den Lauf von Simak gelang, der dann wiederum das Bällchen wunderschön über den unnötig herausstürmenden Neuer lupfte. Sicherlich ein Kandidat für das Tor des Monats, wenn man sieht wie perfekt der Ball sich dann in den langen Winkel senkte.«

Angedacht schreibt: »Randnotiz: Im Grunde bin ich kein großer Freund sogenannter ›Choreos‹ im Fanblock. Heute jedoch hätte ich mir zugegebenermaßen eine gewünscht: speziell in der ersten Halbzeit wäre es mir eine Freude gewesen, wenn große Teile der Cannstatter Kurve dem Vorsänger das Titelblatt der aktuellen 11Freunde entgegen gehalten hätten.«

Königsblog schreibt: »Den Ball, statt ihn ins verwaiste Tor zu dreschen, zum heraneilenden Gegner zu passen, oder einen Strafstoß in des dankbaren Torwarts Arme zu lupfen, sind Fähigkeiten eines echten Schalkers. Nachdem Jefferson Farfan in den ersten Spielen überraschend fremd auftrat, hat er sich heute auch auf dem Platz zu seinem neuen Arbeitgeber bekannt.«

Auswärtssieg schreibt: »Frikandel-Fred lässt heute mal wieder im klassischen Schalke-System, also dem 7-0-3 spielen, will bedeuten: alle drei ›Sechser‹ stehen auf dem Platz.«

11Freunde meint: Wenn man Auswärtssieg glauben mag, ist Fred Rutten der Traditionalist der Liga. Lässt tatsächlich ein System spielen, wie man es in den Anfangstagen des organisierten Fußballs genießen durfte. Leider hat er aber die Taktiktafel verkehrt herum gehalten und Verteidiger mit Stürmern verwechselt. Die Interimslösung für die »Interimslösung«, Markus Babbel, kann darüber nur lächeln. Wenn sogar Simak für Stuttgart trifft, kann den Schwaben eigentlich nichts mehr passieren.



Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 0:0


Schwatzgelb
schreibt: »Am letzten Novembertag bei ungemütlichem Wetter im Dortmunder Westfalenstadion. Dazu noch ein äußerst unansehnlicher Bundesligakick und die winterliche Schwermut ist perfekt. Sinnbildlich verkörpert durch den Abseits-Weltrekordler Alexander Frei, der in der 76. Minute provozierend langsam vom Feld schlich und für den größten Ärger bei den BVB-Fans sorgte, die ihn vor dem Spiel noch lautstark zurück in der ersten Elf begrüßten. […] Am heutigen Abend wunderte einen nichts mehr und so war man erstaunt, als scheinbar eine alternde Pop-Diva à la Tina Turner den Platz betrat und man sich schon auf einen musikalischen Auftritt freuen wollte. Doch bei näherem Hinsehen und der Tatsache, dass die Person die BVB-Trainer sehr männlich per Handschlag begrüßte, stellte sich heraus, dass es sich keineswegs um das verzweifelte Comeback einer amerikanischen Sängerin handelte, sondern Nelson Valdez lediglich einen extravaganten Kleidungsstil zu pflegen scheint. […] Es blieb beim 0:0. Nur der verantwortliche Statistiker von der Datenbank-Agentur, welcher das Abseits zählen durfte, hatte Spaß an der Arbeit. Für alle anderen war es ein richtig besch...eidener Abend.«

11Freunde: Alex Frei spielt wie zu seinen besten Zeiten in Dortmund. Leider verkennen das die Fans: Damals war ein 0:0 gegen Wolfsburg durchaus ein Spielstand, bei dem es sich lohnte auf Zeit zu spielen. Tja, so schnell können sich die Zeiten ändern. Der Schweizer hat mit der Entwicklung der Borussia offensichtlich nicht Schritt halten können. Aber im Training wird das Jürgen Klopp bestimmt noch einmal mit ihm üben, wenn er ihn beim Trainingsspiel kurz vor Spielende auswechselt. Kopf hoch, liebe Dortmunder.


VfL Bochum – Hamburger SV 1:1


Pleitegeiger schreibt: »Der HSV kann keine wenn-dann-Spiele. So GAR nicht. Gut, natürlich ist eigentlich jedes Spiel ein wenn-dann-Spiel. So im Sinne von ›WENN man das gewinnt, DANN hat man drei Punkte mehr aufm Konto‹. So einfach ist das dann aber doch nicht. Aber das heute war mal wieder klassisch. Schön zu ner Kellermannschaft fahren, mit nem Sieg Leverkusen überholen und Platz vier sichern können - und dann da mit Hängen und Würgen einseins spielen. […]Mich nervt es einfach, daß der HSV wie jedes Jahr verfrüht Weihnachtsgeschenke verteilt. Der Adventskalender fängt erst morgen an, es gab eigentlich keinen Anlass, den Bochumern hinter die Kabinentür nen Punkt zu stellen. Haben wir aber. Weil wir ja so nett sind, und es den Bochumern so schlecht geht. Und Platz 5 ja eh viel schöner ist als Platz 4. Hey, 5 ist ne Primzahl, 4 dagegen kann man ganz banal durch 2 teilen. Wer braucht denn sowas?«

11Freunde meint: Wenn der HSV tatsächlich nach einer Zahlenmystik durch die Bundesligasaison taumelt, dann blüht den Fans noch einiges: Die Primzahlen 2, 3 und 5 haben die Hamburger bereits in der Tabelle für sich eingenommen. Bevor der Rechenschieber rausgekramt wird: Noch zu erledigen wären: Platz 7, 11, 13 und 17. Da wünscht man Bloggerin Pleitegeiger fast lieber, dass sich ihre andere Theorie erfüllt: Niederlagen gibt es immer gegen Mannschaften mit »H«. Freut auch die Fans von Hannover, Hoffenheim und Hertha.